Die Teuerungen haben ihre Spuren hinterlassen. Eine neue AK-Studie zeigt, mit welchen Einschränkungen Haushalte zu kämpfen haben.
So viel steht fest: die massive Teuerungswelle hat gravierende Auswirkungen auf das Leben der Wiener. Das geht aus einer aktuellen Studie Befragung der BOKU im Auftrag der AK von 37 Wiener Haushalten hervor. Fast zwei Drittel der Befragten haben ein niedriges Einkommen, ein Drittel ein mittleres Einkommen.
Beunruhigend: Auch ein Einkommensplus kann die überproportional gestiegenen Ausgaben für Miete, Energie und Lebensmittel nicht auffangen, sagt rund jeder zweite befragte Haushalt. Durch die extrem hohe Inflation wurde das Einkommen weniger Wert. Sie schränken sich jetzt ein, planen genauer und sind sparsamer, so die Kernaussage der Konsum- und Krise-Studie. Das gilt übrigens auch für Urlaub und Freizeit.
Teuerungen verschärfen Lebenssituation
„Die Ausgaben sind einfach enorm geworden, sodass mir einfach überhaupt nichts vom Geld übrig bleibt“, sagt einer der Befragten. Auch die diversen Krisen wie Covid, Ukrainekrieg und Klimaerwärmung haben deutliche Spuren hinterlassen.
Die Teuerung setzt den Menschen zu. Viele müssen nach wie vor ihr Einkommen genau planen und sparsam umgehen.

Gabriele Zgubic, Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik, AK Wien
Bild: AK Wien
„Die verschiedenen Krisen belasten die Befragten emotional und sie wünschen sich für die Zukunft vor allem mehr Normalität und finanzielle Stabilität“, schlussfolgert BOKU-Studienautor Oliver Meixner. Besonders die Teuerungskrise aber zwingt Menschen, ihr Konsum- und Ernährungsverhalten zu ändern:
Als Schlussfolgerung fordert die AK die Bundesregierung einmal mehr auf die Mietenbremse zu reparieren, sowie eine Preistransparenzdatenbank gegen Lebensmittelteuerung.
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