Im Außerfern erhöhen Transitforum und Bürgerinitiative den Druck auf die Fernpass-Pläne des Landes. Und eine neue Bahntrasse in Mils bei Imst soll mitten durch den Ort gehen – die Liste Fritz will helfen.
Das Transitforumsgruppe Xund’s Leben an der B179 und die Bürgerinitiative für ein lebenswertes Gurgltal erhöhen im Kampf gegen die Fernpass-Pläne den Druck auf die Tiroler Landesregierung. Am 28. Juni findet, wie Fritz Gurgiser am Samstag bekannt gab, die erste Bürger-Warn-Versammlung in Reutte statt. „Im Rahmen dieser Bürgerversammlung werden eine Reihe von Maßnahmen ohne Tunnelblick vorgeschlagen, um das seit mehr als 30 Jahren politisch herangeschlampte, vielfältige Belastungsproblem – wie gesetzlich gefordert – dauerhaft und nachhaltig für heutige und nächste Generationen so zu lösen, wie es diese sensible, alpine Region braucht. Und zwar ohne die von der Landesregierung geplanten Beschleunigungs- und Belastungsmaßnahmen wie den Fernpassscheiteltunnel oder gar ein zweites Straßennetz im Ehrwalder Becken“, erläutert Gurgiser.
Die Veranstaltung findet am 28. Juni von 13 bis 17 Uhr beim Musikpavillon in Reutte statt. „Wir räumen nicht nur mit den ’Feara-Fakes’ auf, sondern es wird natürlich auch ein nettes Rahmenprogramm für jung und alt geben“, sagt Gurgiser. Weitere Versammlungen – auch auf der Straße – sind nicht ausgeschlossen!
Zweigleisiger Bahnausbau sorgt für Ärger
Ebenfalls das Thema Verkehr war kürzlich in Mils bei Imst Gesprächsstoff – und zwar der Zugverkehr. Dort wird derzeit nämlich gerade der zweigleisige Bahnausbau diskutiert. „Die ÖBB-Planer und die schwarz-rote Tiroler Landesregierung lässt dort aber das nötige Fingerspitzengefühl vermissen“, kritisiert Markus Sint, Klubchef der Liste Fritz im Landtag. Einerseits wegen der Information der betroffenen Gemeinden und andererseits bei der geplanten Trassenführung! Daher machte Sint nun einen Lokalaugenschein mit seiner Bezirkssprecherin Adeline Blümel und dem Milser Bürgermeister Bernhard Schöpf.
Im Ort sorgt die angedachte Trassenvariante für Kopfschütteln und Ablehnung. Der zweigleisige Bahnausbau soll nämlich nicht auf der bestehenden Zugtrasse südlich des Inns erfolgen, sondern die neue Trasse soll über den Inn mitten durch einen geschützten Landschaftsteil, mitten durch landwirtschaftlich genutzte grüne Wiesen und mitten durch das Dorf führen.
Das wäre natürlich der Supergau für die Bevölkerung, die Landwirtschaft und den Naturschutz!
Markus Sint, Liste Fritz
„Das wäre natürlich der Supergau für die Bevölkerung, die Landwirtschaft und den Naturschutz! Da redet die ganze Welt von Klimaschutz und davon, den Bodenfraß zu stoppen, und dann so eine Trassenwahl! Ich wundere mich, warum die schwarz-rote Landesregierung dazu nicht umgehend und klar Nein sagt“, schüttelt Sint den Kopf. Wenn man ein an und für sich gutes Unterfangen mit Gewalt umbringen wolle, dann müsse man nur so weitermachen
Kein gutes Pflaster für die Landesregierung
Das Tiroler Oberland inklusive Außerfern scheint derzeit alles andere als ein gutes Pflaster für die Landesregierung zu sein. Gleich wie am Fernpass agiert man nun auch in Imst gegen die Interessen den Bevölkerung. Warum eigentlich?
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