Dramatisches Finale beim Landesbewerb in Zell am Ziller, die Florianijünger aus Sillian triumphierten vor vollen Fantribünen. Neben der perfekten Leistung hatten sie beim krönenden „Fire Cup“ das Hundertstel-Glück auf ihrer Seite.
Nachher im Festzelt mag das Bier in Strömen geflossen sein, doch beim Bewerb selbst regierte unerbittlich der Leistungsgedanke. Konzentration, ja nicht selten Nervosität, ist angesagt. „Ja, das Niveau wird immer besser, bei den Elite-Gruppen musst du die 100 Meter schon unter elf Sekunden laufen“, erzählt Hauptbewerter Peter Payr aus Schwoich.
„Sie bereiten sich wie die Vollprofis vor“
Währenddessen wärmen sich die besten 16 Gruppen gerade für den „Fire Cup“ auf – zweifellos der Höhepunkt des 60. Landesfeuerwehr-Leistungsbewerbes. „Sie bereiten sich wie Vollprofis vor“, nickte auch Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter anerkennend. Längst vorbei sind frühere Zeiten, als manche Teilnehmer die Duelle schon etwas angeheitert auf die leichte Schulter nahmen.
Zeitstrafe für jeden falschen Handgriff
Und so entwickeln sich die K.o.-Duelle, für die sich die Besten aus dem Vorjahr qualifiziert hatten, zu einem Krimi. Neben der Zeit gibt es Fehlerpunkte für jeden falschen Handgriff, für jeden verdrehten Schlauch. Kein Wunder, dass die Stimmung im Sportstadion von Zell am Ziller mit einem Fußballschlager mithält.
Finales Duell zwischen Osttirolern und Ötztalern
Bei schwülen 28 Grad haben die Wettkämpfer schon viel Schweiß vergossen, als das finale Duell ansteht: Auf der einen Seite die neun Männer aus Huben im Ötztal, die im Semifinale einen neuen Landesrekord (28,78 Sekunden) aufstellen.
Wir haben einfach den richtigen Tag erwischt.
Gregor Kraler, Kommandant der siegreichen Sillianer
Auf der anderen Seite die Athleten der Gruppe Sillian I, die den viel umjubelten Sieg erringen (32,85 Sekunden). Mit fünf Hundertstel Vorsprung!
„Wir haben einfach den richtigen Tag erwischt“, strahlt Kommandant Gregor Kraler nachher. Trainiert habe man eigentlich ganz normal, zu den großen Favoriten zählte man sich nicht. „Heute dürfen meine Männer gerne ein Bier mehr trinken“, lautet seine Parole.
Fanatischer Floriani als „Krone“-Gewinner
Mittendrin beim Feiern waren am Wochenende auch 20 Feuerwehrfans im Zuge des „Krone“-Gewinnspiels. Darunter, standesgemäß in Uniform, Gerhard Jordan aus Uderns.
E„Ich war 50 Jahre bei der Feuerwehr, nun Ehrenkommandant im Heimatort in Baden-Württemberg“, erzählt der Wahl-Tiroler. Die Organisation des Großevents beeindruckte ihn, die Zeller Feuerwehr durfte sich nach anstrengenden Monaten über viel Lob freuen.
Einer der emotinalen und optischen Höhepunkte war am Samstagabend der Marsch der fast 3000 Teilnehmer durch Zell. In Begleitung von Musikkapellen zogen die Florianijünger nach geschafftem Wettkampf zum Festzelt, wo die gesellige Nachbesprechung des Großereignisses stattfand.
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