Unwetter in St. Martin

„So eine Katastrophe hatten wir hier noch nie!“

Steiermark
08.06.2024 14:00

Sturm, Hagel, Wassermassen: Heftige Unwetter wüteten in der Steiermark. Besonders betroffen war die Gemeinde St. Martin im Sulmtal. Der Bürgermeister sagt: „Jeder Cent in die Feuerwehr ist richtig investiert!“

Als Samstagmittag der Himmel über St. Martin im Sulmtal wieder strahlend blau war, stand die südweststeirische Gemeinde dennoch weiter im Banne des Unwetters vom Vortag. Ein heftiger Sturm deckte Dächer ab, Hagelkörner mit bis zu acht Zentimetern Durchmesser prasselten auf Autos und Felder, Straßen wurde verlegt, Keller mit Wasser geflutet.

„So eine Katastrophe hatten wir noch nie“, sagt Bürgermeister Franz Silly. Auffallend sei gewesen, wie kleinräumig das Unwetter wütete. Während etwa der Sturm auf Sillys Grundstück „zehn wundervolle alte Obstbäume“ knickte, blieb der Ortschef vom Hagel verschont. Anderswo zerstörte dieser ganze Ernten.

Am Samstag wurden noch zahlreiche Dächer dicht gemacht
Am Samstag wurden noch zahlreiche Dächer dicht gemacht(Bild: BFVDL/Ferlitsch)

„Keiner fragt, wie lange er arbeiten muss“
Am Freitag standen mehr als 170 Feuerwehrleute in St. Martin im Einsatz, am Samstag waren es immer noch 70. Sie deckten Hausdächer mit Planen ab, legten Straßen frei, gaben den Bewohner Mut. „Keiner fragt, wie lange er arbeiten muss. Jeder Cent für die Feuerwehr ist richtig investiert“, schwärmt Silly.

Das Unwetter traf am Freitag auch umliegende Gemeinden wie etwa Bad Schwanberg hart, die Schneise der Zerstörung zog sich bis Gleinstätten. Erste Schätzungen der Hagelversicherung gehen von knapp zwei Millionen Euro Schaden in der steirischen Landwirtschaft aus.

Noch ist keine Beruhigung der Lage in Sicht: Auch am Samstag und Sonntag ist die Gewittergefahr in der schwülen Luft weiterhin hoch, auch am Montag sind noch heftige Unwetter möglich.

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