Die Auftragslage bringt den Waldviertler Fertigteilhauserzeuger in Bedrängnis. Dort kämpfe man um jeden Mitarbeiter – diese werden zeitversetzt über mehrere Monate verteilt je vier Wochen „Stempeln“ geschickt, um dann eine wirtschaftliche Auslastung erreichen können. „Damit werden Kunden und Interessenten von dieser Maßnahme nichts spüren“, heißt es von Hartl Haus.
„Wir tun alles, um möglichst viele Mitarbeiter zu halten. Im März hatte das Bau- und Baunebengewerbe in Österreich über 50.000 Arbeitslose“, betont Yves Suter, Chef des Waldviertler Fertigteilhauserzeugers Hartl Haus. Dort werden über die Sommermonate verteilt die Mitarbeiter jeweils vier Wochen gekündigt und mit einer Wiedereinstellungszusage versehen, heißt es. Wegen der Zeitversetzung würden die Kunden damit nichts von den Maßnahmen spüren, versichert das Traditionsunternehmen.
In den produzierenden Bereichen, Fertighausmontage und Einzelpostionen im Angestelltenbereich sind davon betroffen, konkretisierte Hartl Haus am Donnerstag. Die Möbeltischlerei sei davon ausgenommen, weilt dort die Auftragslage ausgezeichnet sei und Vollauslastung herrsche.
Optimistischer Blick in Zukunft
Mit weiteren Maßnahmen, wie Urlaubsabbau und Umverteilungen, will Suter damit mehr Auslastung im rund 300 Mitarbeiter starken Familienunternehmen aus Echsenbach erreichen. Das Interesse am Eigenheim steige wieder, blickt man vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Zurückhaltung gebe es vor allem, weil es noch viele offene Fragen zum sogenannten Wohnpaket der Regierung gebe, so Suter.
Mit diesen Maßnahmen rechnet man mit einer Vollauslastung für das restliche Jahr. „Unsere Produktions- und Montagelisten sind damit bis Jahresende voll“, so der Fertigteilhauserzeuger.
„Geheimes“ Frühwarnsystem?
Skurril: Das Frühwarnsystem des AMS wurde mit der hohen Kündigungszahl natürlich ausgelöst. Dort darf man aber weder die Anzahl der Mitarbeiter nennen, noch bestätigen oder negieren, dass das Frühwarnsystem überhaupt ausgelöst wurde.
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