Lungenkrebs ist in frühen Phasen schwer zu erkennen. Wenn man ihn bemerkt, ist es oft schon zu spät, erklärt die Geschäftsführerin der Krebshilfe OÖ. Bei der Früherkennung helfen soll daher ein virtueller Arzt, der durch einen kurzen Online-Selbsttest führt.
„Gestatten, ich bin LUIS! Schön, dass Sie Ihr Risiko testen möchten.“ Diese freundliche Begrüßung des virtuellen Lungenarztes mit dem Namen LUIS hat einen ernsten Hintergrund: Jährlich erkranken mehr als 5000 Menschen in Österreich an Lungenkrebs, die Früherkennung gelingt zu selten. Genau dabei möchte LUIS helfen, indem er durch einen kurzen Online-Test führt.
„Leiden Sie unter unerklärlicher Heiserkeit, die länger als drei Wochen anhält?“, oder: „Haben Sie Brust- oder Schulterschmerzen, die Sie sich nicht erklären können?“, wird dabei etwa gefragt. Ergibt der Test bedenkliche Beschwerden, empfiehlt der virtuelle Lungenarzt, einen echten aufzusuchen.
„Viele nehmen Symptome nicht ernst“
„Das Projekt soll sensibilisieren, um Symptome einer möglichen Erkrankung auch ansehen zu lassen“, erklärt Maria Sauer, Oberösterreich-Geschäftsführerin der Krebshilfe, die den Online-Check gemeinsam mit anderen Organisationen entwickelt hat.
„Die Früherkennung ist sehr schwierig. Viele nehmen die Symptome nicht wirklich ernst“, sagt Sauer. „Im Lungengewebe werden die Nerven nicht direkt getroffen. Wenn Schmerzen auftreten, sind das oft schon Metastasen.“ Keine Überraschung: „Gerade Raucher sind sehr gefährdet, weil ich durch das Rauchen sehr viele Giftstoffe in mich aufnehme“, so Sauer.
Den Symptom-Check gibt’s unter: www.dontsmoke.at
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