Beängstigende Szenen spielten sich in der Nacht auf Samstag im Wiener Karl-Marx-Hof ab. Anrainer meldeten in der Heiligenstadt sieben Schüsse, die Polizei rückte mit einem schwerst bewaffneten Großaufgebot an. Der Sozialbau wurde zweimal durchsucht!
„Wir trauten unseren Augen nicht. Kaum öffneten wir die Wohnungstür, schon schaute man in den Lauf eines Sturmgewehrs“, so erzählen es die noch immer geschockten Anrainer aus dem Wiener Karl-Marx-Hof. In der Nacht auf Samstag wurden die Bewohner förmlich aus ihren Betten gerissen, als sieben Schüsse die Nacht frühzeitig beendeten.
Großflächig abgeriegelt
Kurze Zeit später rückte ein Großaufgebot der Polizei im bekanntesten Sozialbau der Millionenmetropole an. Das Areal wurde großflächig abgeriegelt und Passanten vom Ort des Geschehens verjagt. Bereitschaftseinheit, Hubschrauber und die Spezialeinheit WEGA filzten die Umgebung, der Bau wurde genauestens unter die Lupe genommen. Ein Spaziergänger mit Hund meldete kurz danach, dass er eine unbekannte Person mit einer Waffe gesehen haben will.
Jagd nach Phantom und Spuren
„Das Phantom saß im Gebüsch und zielte auf Beamte“, so die fürchterlichen, aber auch unsicheren Angaben des Tierfreundes. Daraufhin startete der Großeinsatz neuerlich voll durch und mittels Hundestaffel wurde jeder freie Quadratzentimeter gesichert. Gegen 3 Uhr früh wurde der Einsatz schlussendlich abgebrochen. Von einer etwaigen Tatwaffe oder dem Pistolenmann fehlte jegliche Spur, so die Landespolizeidirektion.
Die Verunsicherung bleibt naturgemäß auch am Folgetag groß, die Nachbarn gehen jetzt sogar noch selbstständig auf Spurensuche. „Sicher fühlt man sich natürlich nicht, vor allem weil man auch keine Informationen mehr von der Exekutive bekommt“, so Nachbarin Irene K.
Indes hätte die Polizei den Akt nämlich schon wieder geschlossen, doch aufmerksame Passanten fanden heute Vormittag mehrere Patronen. Die Ermittlungen laufen jetzt (wieder) ...
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