Der anhaltende Starkregen hält ganz Vorarlberg in Atem. Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) verzeichnete bislang rund 100 Einsätze, in den meisten Fällen ging es um Wassereintritte in Gebäude. Sorgen macht allerdings die Lage an der Leiblach.
Noch kann zwar keine Entwarnung gegeben werden, da die starken Niederschläge zumindest bis Freitagabend andauern werden, die gegenwärtige Situation gibt aber Anlass für vorsichtigen Optimismus. Den meisten Regen bekommen aktuell das Leiblachtal, das Untere Rheintal, der Bregenzerwald sowie das Kleinwalsertal ab – in diesen Regionen ist auch immer noch mit kleinräumigen Überflutungen, Überlastungen der Kanalisation sowie vereinzelten Erdrutschen zu rechnen. Die Feuerwehren mussten bis zum Freitagabend rund 100 Mal ausrücken – vor allem, weil Wasser in Gebäude und Keller eingetreten war.
Lage an der Leiblach macht Sorgen
Die Flüsse im Land führen aktuell durchwegs erhöhtes Mittelwasser, was grundsätzlich kein Grund zur Panik ist. Sorgen macht allerdings zunehmend die Lage an der Leiblach: Die Messstellen registrierten am frühen Freitagabend für den Grenzfluss extremes Hochwasser, wie es statistisch in 100 bis 300 Jahren nur einmal vorkommt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist keineswegs auszuschließen, dass der Fluss großflächiger über die Ufer treten wird. Dementsprechend wurden in den betroffenen Gemeinden Vorkehrungen getroffen und Sandsäcke gefüllt, die Einsatzkräfte befinden sich in Alarmbereitschaft. Zudem sind alle Anrainer dazu aufgerufen, Vorkehrungen zum Schutz ihrer Häuser zu treffen. Die Abflussspitzen dürften gegen Mitternacht erreicht werden.
Rheinvorländer teilweise gesperrt
Auch am Alpenrhein stieg der Wasserpegel in den vergangenen Stunden kontinuierlich, weshalb die ersten Fuß- und Radwege in den Vorländern vorsorglich gesperrt worden sind. Je nach Entwicklung könnte es noch zu weiteren Sperrungen kommen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, sich an die Betretungsverbote zu halten.
Schwerer Unfall auf der Rheintalautobahn
Der Starkregen wirkte sich auch auf den Verkehr aus, insbesondere im Rheintal sammelte sich auf den Straßen immer wieder Wasser. Auf der Rheintalautobahn nahe Klaus hat am Nachmittag eine Autolenkerin aufgrund von Aquaplaning die Kontrolle über ihren Wagen verloren – dieser krachte mit voller Wucht gegen die Mittelleitschiene. Im Fond des Pkw befanden sich auch die drei Kinder der Frau – alle Insassen mussten mit nicht näher definierten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Infos auf der Homepage des Landes
Die Einsatzkräfte und die Gemeinden werden laufend von der Landeswarnzentrale informiert. Aktuelle Informationen sind über die Homepage des Landes online abrufbar.
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