Schimmel, Rost, blätternde Wände. Mit diesen Problemen wendeten sich viele Gswb-Mieter an die „Krone“. Der mangelhafte Umgang mit Beschwerden war ein Mitgrund, warum Gswb-Chef Peter Rassaerts Ende September das Stadt-Land-Unternehmen verlassen muss. Der kritische Kontrollamtsbericht deckte auch auf, was möglicherweise dazu beigetragen hat.
„Im Prüfzeitraum sind die Instandhaltungskosten der Gswb um 21 Prozent gesunken. Die Objekte sind mehr geworden, sie sind älter geworden und auch die Baukosten sind nicht gesunken“, wundert sich SPÖ-Gemeinderat Tarik Mete. Rassaerts begründet die gesunkenen Ausgaben zum Ende des Prüfzeitraums mit der Corona-Pandemie. „Die Gswb trifft keine Entscheidung, dass wir sagen, wir sparen bei den Instandhaltungskosten“, versichert der Wohnbau-Manager.
Befragung von Rassaerts stand kurz vor Abbruch
Mittlerweile hat man den Handlungsbedarf offenbar erkannt. Für heuer liegen die geplanten Ausgaben dafür mit 49 Millionen Euro auf einem Rekordniveau. „Aufgrund der Faktenlage ist das ein möglicher Grund, dass hier das Übel drinnen steckt“, sagte Neos-Gemeinderat Lukas Rupsch.
Die Befragung von Rassaerts im Kontrollausschuss wäre übrigens beinahe geplatzt, nachdem FPÖ-Gemeinderat Erwin Enzinger gesagt hatte: „Der Swap-Skandal war im Vergleich zum Gswb-Skandal ein Kindergeburtstag.“ Rassaerts drohte mit einem Abbruch, Kontrollausschuss-Chef Christoph Ferch konnte die Wogen wieder glätten.
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