Schweigegeld gezahlt?

Knalleffekt: Trump will in Prozess nicht aussagen

Ausland
21.05.2024 16:34

Trump will im Schweigegeld-Prozess gegen ihn schweigen – und nicht als Zeuge aussagen. Das gaben Trumps Anwälte am Dienstag bekannt. Damit naht auch das Ende des Prozesses – bereits kommende Woche soll es so weit sein.

Trumps Anwälte beendeten am Dienstag die Zeugenbefragung, ohne Trump in den Zeugenstand zu rufen. Der Richter Juan Merchan kündigte daraufhin für Dienstag kommender Woche die Schlussplädoyers in dem Prozess an.

Ex-Präsident sieht politische motivierte Manöver
Das Schweigen vor dem Richter passt dabei zum bisherigen Umgang Trumps mit den Vorwürfen gegen ihn. So bezeichnete er den New Yorker Prozess wie auch die drei weiteren gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklagen als politisch motivierte Manöver, um seinen Wiedereinzug ins Weiße Haus zu verhindern. Der 77-jährige Rechtspopulist will bei der Präsidentschaftswahl im November gegen Amtsinhaber Joe Biden antreten, dem er bei der Wahl 2020 unterlegen war.

Darum geht es
Im ersten Strafprozess der Geschichte gegen einen früheren US-Präsidenten wird Trump beschuldigt, mit gefälschten Geschäftsunterlagen ein Schweigegeld an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels vertuscht und damit in illegaler Weise in die Präsidentschaftswahl eingegriffen zu haben.

Durch die Zahlung war die frühere Pornodarstellerin dazu gebracht worden, über eine angebliche Sexaffäre zu schweigen, die sie laut ihrer Schilderung im Jahr 2006 mit dem Immobilienmogul hatte. Trump bestreitet jeglichen sexuellen Kontakt mit der Frau.

Richter ließ Saal räumen
Erst am Montag ist es im Prozess gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels zum Eklat gekommen. Merchan ließ den Gerichtssaal in Downtown Manhattan vorübergehend räumen – weil er sich von einem Trump-nahen Entlastungszeugen respektlos behandelt fühlte.

Dem Richter platzte bei der Befragung von Robert Costello am Montag der Kragen, weil dieser die richterlichen Entscheidungen infrage zu stellen schien.

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