Samet (Deniz Celiloğlu) ist eigentlich ein beliebter Lehrer und hofft auf eine Versetzung nach Istanbul. Als er mit schlimmen Belästigungsvorwürfen durch seine Schülerinnen konfrontiert wird und er sich zusätzlich in dieselbe Dame wie auch sein Kollege verliebt, gerät sein Leben aus den Fugen. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zum packenden, anatolischen Streifen „Auf trockenen Gräsern“.
Eine schneebedeckte anatolische Landschaft, durch die ein Mann auf ein Dorf zustapft. Samet (Deniz Celiloğlu) ist Lehrer, und er hofft auf eine Versetzung nach Istanbul, doch er ist gut integriert und genießt hohes Ansehen. Mit einem, wie es scheint, aus der Luft gegriffenen Vorwurf, der sich zur Anschuldigung aufbläht, und das an seinem Arbeitsplatz, der Schule, gerät Samets Leben in Schieflage.
Plötzlich haftet seinem Verhalten etwas Doppelbödiges an. Und dass er und sein Kollege Kenan (Musab Ekici) sich für dieselbe Frau, Nuray (Merve Dizdar), interessieren, macht die Situation nicht einfacher.
Einmal mehr legt der große türkische Filmemacher Nuri Bilge Ceylan den Fokus auf die menschlichen Schwächen seiner Figuren, und er erweist sich zugleich als kritischer Beobachter seiner Heimat.
Sein epischer Streifen von über drei Stunden gerät zur packenden Charakterstudie – und betört mit großartigen Landschaftstableaus.
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