Mo, 23. Juli 2018

Unter Verdacht

14.10.2012 19:51

Tierarzt soll Chips von "Kampfhunden" austauschen

Ein Tierarzt in Wien-Simmering soll die Mikrochips von sogenannten Kampfhunden austauschen. Ein Mariahilfer Veterinärmediziner wollte diesem Gerücht auf den Grund gehen. Und siehe da, der Verdacht erhärtete sich. Denn oft sind Hunde wegen eines Bisses registriert. Mit dem Austausch des Chips erhält das Tier eine andere Identität und würde dann nicht mehr als "Kampfhund" gelten.

Tierarzt Martin Gasperl aus Mariahilf wollte wissen, ob es diese Vorgangsweise eines Kollegen tatsächlich gibt. Er hatte von einem Gerücht gehört, wonach eine Frau bei ihren drei Hunden in Simmering den Mikrochip austauschen ließ. Die Vierbeiner sollen auch einen neuen EU-Pass bekommen haben, in dem sie schlicht als Mischlinge bezeichnet wurden und nicht wie bisher American Stafford. Diese Rasse ist in Deutschland, wo die Besitzerin hinreisen wollte, verboten.

Neuer Chip um "etwa 225 Euro"
Der Mariahilfer Veterinärmediziner rief in der Ordination des Simmeringer Kollegen an und fragte, was es kosten würde, bei einem aus Ungarn stammenden Hund den ungarischen Chip gegen einen österreichischen auszutauschen. Zunächst hieß es: "Im Grunde ist das nicht nötig, auch der ungarische Chip kann in Österreich angemeldet werden."

Aber der Anrufer blieb hartnäckig und schließlich erhielt er eine Auskunft, die die üblen Gerüchte zu bestätigen scheint: "Nun ja, wir würden das schon machen. Der Hund müsse erst mal vorgestellt werden. Bei einem Tier von 30 Kilo würde das mit Narkose und einem neuen Chip etwa 225 Euro kosten."

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