Ivonne Teufl (35) aus Koppl unterstützte als Vollbluthebamme schon hunterte Frauen. Selbst ist sie zweifache Mama und lässt sich am Muttertag ein wenig verwöhnen.
Schau Mama!“, ruft Felix (5) und überreicht Ivonne Teufl eine Wiesenblume. „Das macht er öfter, auch wenn nicht gerade Muttertag ist“, lacht die Kopplerin.
Genaugenommen hat die 35-Jährige mittlerweile schon eine richtige Großfamilie: Hunderten Frauen – von der werdenden Mutter bis zur Ausnahmesituation im Kreißsaal oder danach im Wochenbett – war sie schon eine große Stütze.
Sie ist eine von knapp 200 Hebammen in Salzburg. „Man kann sehr viel weitergeben“, sagt sie über das Hebamme-Sein, das bei ihr mehr Berufung als Beruf ist. Dabei war sie früher Fitnesstrainerin und sattelte erst später um.
Zutiefst persönliche Momente im Kreißsaal
Acht Jahre lang stand Ivonne Teufl im Kreißsaal. Mittlerweile arbeitet sie als freiberufliche Hebamme von Koppl aus. Werdende Mütter kommen zur Erstberatung, ein Kassen-Angebot, das viele zuerst gar nicht kennen. „Der Gynäkologe kümmert sich um das Medizinische, die Hebamme um die Lebenssituation.“ Das Einzugsgebiet ist groß, der Terminkalender aber nicht völlig ausgebucht. Sie spürt die Personalnot bei den Hebammen nicht unmittelbar: „Es ist regional sehr unterschiedlich.“
Clemens, ihr Großer, kam während der Studienzeit zur Welt: „Es war für mich von Vorteil, das ich selbst meine erste Geburt in dieser Zeit erlebt habe. So konnte ich zu den Frauen noch schneller Vertrauen aufbauen.“ Sie hat viele Tipps im Umgang mit den Kleinsten parat: Vom Milchstau bis zum Schreibaby. Wichtigster Rat: „Dem Kind ein sicherer Hafen sein!“
„Eine Geburt ist eine einmalige und zutiefst persönliche Erfahrung“, sagt die zweifache Mama und erinnert sich an starke Momente im Kreißsaal. Wie eine junge Frau etwa, die schon völlig kraftlos war, als Teufl eine Kollegin ablöste. „Wir haben dann alles runtergefahren und neu begonnen.“ Die Frau hatte den starken Wunsch, natürlich zu gebären. Der Kaiserschnitt-Boom ebbe eher ab, meint sie. „Viele Frauen schätzen den natürlichen Weg.“
Wiesenblumenstrauß zum Muttertag
Ivonne Teufl jongliert im Alltag gekonnt mit ihrer Selbstständigkeit und der Familie. Am Muttertag gehört sie zu jenen, die sich gern ein wenig verwöhnen lassen. Dabei geht es nicht ums Geld. Die Durchschnittsausgaben für eine Mutter in Österreich von 67 Euro müssen nicht erreicht werden. Ein Strauß Wiesenblumen steht ganz oben auf ihrer Wunschliste. Ihre „Männer“ wissen das.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.