Wie soll das gehen? Diese Frage stellt man sich unweigerlich, wenn man hört, dass die aktuelle Werkschau „Surfer“ im Grazer Freien Atelierhaus Schaumbad (Puchstraße 41) stolze 32 künstlerische Positionen vereint.
Kurator Jakob Kolb hat die Antwort darauf gefunden und zeigt einen stimmigen und sehr spannenden Einblick in das umfangreiche Schaffen all jener Künstler, die derzeit im Schaumbad ein Atelier nützen. Dazu gehört auch das noch relativ neue Großatelier, in dem neun junge Künstlerinnen und Künstler arbeiten.
Die Wände und zwei Extraräume des Schaumbads reichen freilich nicht aus, um all die Bilder, Objekte und Installationen unterzubringen. Also wurden mit Holzpaletten Inseln geschaffen, auf denen die höchst unterschiedlichen Beiträge Platz finden. Sie zeigen nicht nur die große Bandbreite der Kunstproduktion im von den Künstlern selbst geführten Atelierhaus, sondern auch manch ungewohntes Werk von einem Künstler, von dem man ganz Anderes kennt.
Bekannte Namen, ungewohnte Werke
„Wir haben all unsere Leute gebeten, jeweils maximal drei Arbeiten abzuliefern, die sie gerne zeigen würden, egal, was der Markt sonst verlangt“, sagt dazu Marleen Leitner, die Anfang des Jahres die „Künstlerische Geschäftsführung“ des Schaumbads übernommen hat. „Und da jeder einzelne Beitrag seine Bedeutung für diese Schau hat, verzichten wir auch darauf, die Namen der Künstler dazuzuschreiben.“ Mit einem eigenen Handout kann jeder Besucher diese selbst in Erfahrung bringen.
Zu sehen sind Zeichnungen, Malerei, Objekte, Fotos, Videos, Sound-Installationen und noch vieles mehr – sowohl von bekannten Namen wie von ganz jungen Künstlern. Das Zusammenspiel funktioniert perfekt und zeigt hochkarätige Kunst, die weit über eine Leistungsschau der Schaumbad-Künstler hinausreicht.
Erstmals ist das Schaumbad heuer übrigens bei den Grazer Galerientagen von Freitag bis Sonntag dabei und wartet dort mit Überraschungen auf.
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