Schon wieder 30 Grad

Steirer genießen Top-Badewetter mitten im April

Steiermark
13.04.2024 07:00

Das zweite Wochenende infolge zeigt sich der Frühling in der Steiermark hochsommerlich: Am Sonntag könnte der nächste Temperaturrekord fallen. In so manchem See tummeln sich schon Wasserratten und Badenixen. Ab nächster Woche ist es dann mit dem vorgezogenen Sommer vorerst aber wieder vorbei.

Nein, normal ist das nicht, was wir derzeit wettertechnisch erleben. Bereits am letzten Sonntag wurde in Bruck an der Mur zum ersten Mal im Jahr die 30-Grad-Marke geknackt, es war der früheste Hitzetag in Österreichs Messgeschichte. Und schon diesen Sonntag dürfte sich der Rekord wiederholen: „Es wird wieder 30 Grad und vielleicht sogar mehr haben, Hotspots sind die Regionen zwischen Bruck und Leoben sowie zwischen Leibnitz und Bad Radkersburg“, prognostiziert Ubimet-Meteorologe Nikolas Zimmermann. Im Durchschnitt klettere das Thermometer zu dieser Jahreszeit in der Steiermark für gewöhnlich auf Höchstwerte zwischen 15 und 19 Grad, weiß der Wetterexperte anhand der langjährigen Aufzeichnungen. 

Badeseen sind schon gut besucht
Ob normal oder nicht: Die Steirerinnen und Steirer treibt es angesichts des Prachtwetters dieses Wochenende jedenfalls raus in die Natur – und viele auch schon ins kühle Nass. Die ersten Freibäder öffnen zwar frühestens Mitte Mai, doch an so manchem steirischem Badesee herrscht schon reges Treiben. So tummelten sich etwa schon am Freitag beim Ankerpunkt an den Tillmitscher Schotterteichen bei Leibnitz die ersten Badenixen (siehe Foto oben).

Am Stubenbergsee ist schon vor offiziellem Start in die Badesaison Abkühlung im Wasser möglich (Archivbild). (Bild: Christian Jauschowetz)
Am Stubenbergsee ist schon vor offiziellem Start in die Badesaison Abkühlung im Wasser möglich (Archivbild).

Auch am oststeirischen Stubenbergsee oder am Schwarzlsee bei Graz wagen sich schon vor dem offiziellen Start der Badesaison viele Wasserratten ins kalte Nass. „Um die Zeit ist das zwar außergewöhnlich, aber für jene, denen das Wasser nicht zu kalt ist, natürlich möglich“, heißt es seitens der Gemeinde Stubenberg. 

Freibäder brauchen viel Vorlaufzeit
Auch die Freibäder wären an diesem Wochenende wohl schon gut gefüllt, so kurzfristig kann man diese aber nicht eröffnen. Im Fürstenfelder Freibad etwa, das größte Becken-Bad Österreichs, laufen gerade die Vorbereitungen auf Hochtouren. „Wir müssen unser Betonbecken jedes Jahr komplett auslassen, reinigen und neu streichen. Das sind immerhin zwei Hektar“, erklärt Ober-Bademeister Andreas Rindler. Alles in allem sei man damit gut eineinhalb bis zwei Monate beschäftigt, bis das Bad wieder mit frischem Wasser aus der vorbeifließenden Lafnitz aufgefüllt ist. „Dort habe ich letzte Woche aber schon einige Leute im Wasser gesehen“, schmunzelt der Bademeister. 

Im Freibad Fürstenfeld steht für Hausherr Andreas Rindler noch eine Menge Arbeit an, bevor sich die Becken wieder füllen (Archivbild). (Bild: Sepp Pail)
Im Freibad Fürstenfeld steht für Hausherr Andreas Rindler noch eine Menge Arbeit an, bevor sich die Becken wieder füllen (Archivbild).

Für Freibäder wäre der Start aber wohl ohnehin noch verfrüht, denn Anfang nächster Woche dreht sich das Wetter: „Am Montag zieht beginnend in der Obersteiermark eine Kaltfront auf, die Temperaturen gehen wieder stark zurück“, so Meteorologe Zimmermann. Am Dienstag wird es im ganzen Land, teils kräftig, regnen. In den darauffolgenden Tagen bleibt es aus jetziger Sicht relativ kühl. 

Vorsicht vor Gleitschneelawinen
Während im Flachland schon alle Zeichen auf Sommer stehen, genießen viele Alpinisten dieses Wochenende noch bei letzten Skitouren in höheren Gefilden. Auch wenn die Lage in der steirischen Bergwelt nicht mit Tirol zu vergleichen sind, wo es diese Woche mehrere Tote bei einem Lawinenabgang gegeben hat, ist Vorsicht geboten: „Gefahr geht vor allem von spontanen Gleitschneelawinen aus“, erklärt Lisa Pulling vom steirischen Lawinenwarndienst. Man solle besonders unterhalb steiler, schneebedeckter Hänge vorsichtig sein – das gilt auch für Wanderer in hohen Lagen. 

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