Unser Bundesland hat das wirtschaftliche Katastrophenjahr 2023 besonders hart getroffen. Der Handel verzeichnete in beinahe allen Branchen ein Minus. In Betrieben gedeiht wieder leichte Zuversicht.
Die extrem hohe Inflation im Jahr 2023 setzte nicht nur den Konsumenten ordentlich zu. Auch der Kärntner Handel litt unter den Preissteigerungen. „Das gesamte vergangene Jahr war geprägt von einer schwierigen Situation“, sagt Peter Voithofer vom Institut für Österreichs Wirtschaft.
Das belegen auch die Zahlen. Denn der Kärntner Handel musste einen zahlenmäßigen Umsatzeinbruch von 1,9 Prozent hinnehmen. „Der reale Rückgang lag sogar bei minus 4,9 Prozent; und er liegt damit deutlich über dem österreichischen Durchschnitt von minus 3,4 Prozent“, so Voithofer.
Autohandel als einziger großer Gewinner
Und während Einzelhandel und Co. unter der Inflation und der schwindenden Kaufkraft litten, konnte in der Kraftfahrzeug-Wirtschaft ein ordentliches Umsatzplus von 13,5 Prozent erzielt werden. „Das hängt damit zusammen, dass die Lieferkettenprobleme von 2022 beseitigt werden konnten.“
Es gibt erste Anzeichen, die uns vorsichtig optimistisch auf 2024 blicken lassen. Die Talsohle haben wir offenbar durchschritten.
Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten
Und dieser Aufschwung soll jetzt auf den gesamten Handel übertragen werden. „Es gibt erste Anzeichen, die uns vorsichtig optimistisch auf 2024 blicken lassen“, freut sich Raimund Haberl, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Kärnten. Denn bereits im Jänner und Februar hätten die heimischen Händler ein Abflachen der Inflation verspürt. „Zudem sinken die Energiepreise auch langsam“, ergänzt der Branchenvertreter.
Nun hoffen die Kaufleute auf ein kräftiges Ostergeschäft. Denn in den kommenden Tagen sollen insgesamt rund 16 Millionen Euro in die Kassen der Händler gespült werden.
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