Geschäfte in Russland
Aktivisten wollen Boykott von Milka-Schokohasen
Ukrainische Aktivisten rufen kurz vor Ostern zum Boykott eines beliebten Schokoladenhasen auf: Man solle die Milka-Süßigkeiten aus den Regalen verbannen, da der US-Mutterkonzern Mondelez trotz des Kriegsgeschehens in der Ukraine noch immer in Russland Geschäfte macht.
Nachdem Moskau in die Ukraine einmarschiert war, hatten viele Firmen sich vom russischen Markt zurückgezogen. Mondelez verzichtete darauf – deswegen forderte die Organisation Vitsche deutsche Supermarktketten dazu auf, das Milka-Sortiment aus den Regalen zu verbannen. Mondelez betreibe weiterhin drei Fabriken in Russland, obwohl der Konzern versprach, seine Geschäfte dort zu reduzieren.
Organisation fordert „Moral im Geschäftsleben“
„Unternehmen wie Mondelez finanzieren indirekt den illegalen Krieg Russlands gegen die Ukraine“, werfen die Aktivisten in einem Brief an die Ketten Rewe und Edeka vor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Die Organisation lobte zwar, dass die beiden Supermarktkonzerne nach dem Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 keine in Russland hergestellten Produkte mehr verkaufe, doch das sei nicht genug. „Wir zählen auf Ihre Unterstützung, um Mondelez zu zeigen, dass Moral einen Platz im Geschäftsleben hat, insbesondere wenn wir bedenken, dass Russland weiterhin Kriegsverbrechen in der Ukraine begeht.“
Auch die nationale Agentur zur Korruptionsprävention (NACP) der ukrainischen Regierung machte auf die Tätigkeiten des Konzerns in Russland aufmerksam. Vor knapp einem Jahr setzte sie Mondelez auf die Liste der „internationalen Förderer des Krieges“. Zu dem US-Konzern gehören auch Marken wie Oreo, Toblerone oder Ritz.







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