Am Rathausplatz

Warum dieser schräge Holzverbau lebenswichtig ist

Wien
06.03.2024 18:30

Passanten wundern sich über eine skurril anmutende Holzkonstruktion an einem Gründerzeithaus in der Innenstadt. Doch diese hat für Fußgeher eine (überlebens-)wichtige Funktion. 

Beim Haus der Wiener Städtischen auf dem Rathausplatz 2 ist eine Konstruktion angebracht, die bei „Krone“-Lesern für Verwunderung sorgt. Eine tragende Säule ist mit Spanholzplatten eingehüllt und darüber mit einer Art Auffangtrichter versehen.

Was hat es damit auf sich? Soll der „Trichter“ Fußgeher vor herabfallenden Gebäudeteilen schützen, wie das manche vermuten? „Es handelt sich tatsächlich um eine Schutz- und Absicherungsmaßnahme für Passanten auf Grund eines Nässeschadens der Nachbarliegenschaft, über die wir keine näheren Angaben machen können. Unsere Liegenschaft ist in einem ausgezeichneten Zustand. Das Gebäude wurde bis 2022 innerhalb von zwei Jahren generalsaniert“, erklärt Wolfgang Haas von der Vienna Insurance Group.

Die Gefahr geht also vom Nachbarhaus, Rathausplatz Nr. 3 aus. Die Liegenschaft hat eine wechselvolle Geschichte. 2021 besetzten etwa 50 Aktivisten das leer stehende Gründerzeitgebäude–die „Krone“ berichtete. Mit großen Transparenten protestierten sie gehen hohe Mieten und die Asylpolitik. Die Polizei setzte dem Treiben damals schnell ein Ende.

Zurück zur Gegenwart und der Bröckelfassade. „Die Gefahr bleibt. Man sieht, dass beim Bogen schon weiter innen Verputz- und Stuckteile runter gefallen sind und das wird noch weiter gehen“, erklärt Gemeinderat Anton Mahdalik (FPÖ).

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Die Stadt Wien soll die notwendige Fassadenreparatur selbst durchführen lassen und die Kosten dem Eigentümer in Rechnung stellen.

Gemeinderat Anton Mahdalik (FPÖ)

 Der Politiker fordert: Die Stadt Wien soll die notwendige Fassadenreparatur am „Geisterhaus“ in Eigenregie durchführen lassen und die Kosten dem Eigentümer (einer Immo-GmbH) in Rechnung stellen.

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