Kriminelle gaben sich als Auftraggeber aus dem Ausland aus und gaben bei Betrieben im Burgenland „Großbestellungen“ auf.
„Made in Burgenland“ steht nicht nur für hohe Qualität, sondern scheint auch den Geschmack von Kriminellen zu treffen. Gleich zweimal innerhalb kürzester Zeit haben Betrüger versucht, heimische Betriebe in eine Falle zu locken. In beiden Fällen hatten die ausländischen „Auftraggeber“ Großbestellungen bei den Firmen aufgegeben. So erhielt ein Müller aus dem Südburgenland eine vermeintliche Bestellanfrage aus Slowenien bezüglich 400 Tonnen Mehl. Bei einem anderen Produktionsbetrieb wollte eine angebliche Firma aus Indien mehrere hundert Betten für den asiatischen Markt erwerben.
Prüfung brachte Betrugsversuch zutage
Den heimischen Betrieben kamen die Großbestellungen allerdings verdächtig vor, weshalb sie diese zur Sicherheit über die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer überprüfen ließen. Wie sich zeigte, die richtige Entscheidung. Denn es stellte sich heraus, dass es die ausländischen Unternehmen zwar wirklich gibt, diese aber nie derartige Bestellungen aufgegeben hatten. Vielmehr hatten sich Trickbetrüger als diese Firmen ausgegeben und versucht mit gefälschten Kontaktdaten die Waren für sich abzuzweigen. Den beiden burgenländischen Firmen blieb durch ihre Vorsicht ein großer Schaden und viel Ärger erspart.
Durch die AußenwirtschaftsCenter ist die Wirtschaftskammer in 70 Ländern vertreten und unterstützt bei internationalen Geschäften rund um den Globus, erklärt Doris Granabetter, Leiterin des Referats Außenwirtschaft.
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