Nein! Ein Tor nach nur fünf Sekunden, das Salzburg gegen BW Linz erzielte, will Austria Lustenau heute (17) in der Bullen-Arena nicht kassieren. Kurios! Gerade dieser schnellste heimische Liga-Treffer aller Zeiten war möglicherweise mit ein Grund, dass die Linzer am Ende mit einem 1:1 zum zweiten Mal in dieser Saison gegen den Ligakrösus anschrieben. „Sie haben sich dadurch vielleicht zu sicher gefühlt“, beschrieb BW-Trainer Gerald Scheiblehner die Situation.
Bereits in Salzburg siegte der Aufsteiger im Herbst sensationell mit 1:0, das Goldtor erzielte damals Ex-Austria-Goleador Ronivaldo. Die spielerisch biederen Linzer wissen also, wie man dem Serien-Champion den Zahn zieht. „Warum soll uns das nicht auch gelingen?“, schwört Trainer Andreas Heraf seine Truppe auf die Herkules-Aufgabe ein. „Wir fahren jedenfalls mit dem Anspruch hin, um dort zu gewinnen.“ Wohl wissend, dass eine (knappe) Niederlage auch kein großer Beinbruch wäre.
Altach holte Remis
Auch in der Vorsaison gelang dem SCR Altach als Tabellenschlusslicht ein ähnliches Kunststück. Am letzten Spieltag des Grunddurchganges holten die Rheindörfler ein überraschendes 1:1 in Salzburg. Altach führte lange durch ein Tor von Nuhiu mit 1:0, erst sieben Minuten vor Schluss gelang Benjamin Sesko der Ausgleich. Für den angezählten Altach-Trainer Miroslav Klose ein Erfolgserlebnis, das aber seine Entlassung wenige Tage danach dennoch nicht verhinderte.
Es ist also durchaus möglich, auch als Underdog in der Festspielstadt etwas mitzunehmen. „Ich habe auch einen Plan“, hat Andreas Heraf im Vorfeld eine Strategie entwickelt. Um hinzuzufügen: „Aber von der Qualität her hat eine Mannschaft wie Salzburg so gut wie keine Schwächen.“
Höhere Ansprüche
Bei der Elf von Gerhard Struber sind die Ansprüche aber wesentlich höher gesteckt. So ist bereits von einer Stürmerkrise die Rede, weil in den letzten zwei Meisterschaftsspielen nur zwei Tore erzielt wurden. Da soll Lustenau der richtige Aufbaugegner sein.
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