Kritik von Neos und FP

„Gründung der Kinder Bildung Husch-Pfusch-Aktion“

Tirol
12.02.2024 07:00

Der Bericht der „Krone“ über die Vorwürfe gegen die Tiroler Kinder Bildung gem. GesmbH ruft die Neos und die FPÖ auf den Plan. Die Pinken fordern mehr Fortbildungsangebote für Schulassistenten. Indes überlegen die Blauen eine Prüfung durch den Landesrechnungshof.

„Totale Unfähigkeit“ warf ein Schulassistent der Tiroler KIB – Kinder Bildung gem. GesmbH vor, sprach von fehlender Kommunikation, Chaos bei der Organisation und kritisierte, dass auch Personen als Schulassistenten beziehungsweise Freizeitpädagogen angestellt werden, die keine adäquate Ausbildung haben. Der Bericht in der Sonntagsausgabe der „Tiroler Krone“ rief auch die beiden im Landtag vertretenen Parteien Neos und FPÖ auf den Plan.

Zitat Icon

Die gleiche Situation gab es schon, als die GemNova noch für die Schulassistenten zuständig war. Mir wird von vielen Seiten berichtet, dass es in diesem Jahr mit der KIB noch schlimmer geworden sei.

Birgit Obermüller

„Schulassistenten haben einen anspruchsvollen Job. In diesem Bereich gibt es fast nur Quereinsteiger und sie alle bräuchten dringend ein Fortbildungsangebot, Ansprechpartner und Netzwerke, mit denen sie sich austauschen können“, sagt die pinke Bildungssprecherin und LA Birgit Obermüller.

„Der Bildungsdirektion ist das seit Jahren bekannt“
Bei vielen Schulassistenten hätte sich von der KIB bis dato noch nie jemand vorgestellt, bemängelt Obermüller weiter. „Die gleiche Situation gab es schon, als die GemNova noch für die Schulassistenten zuständig war. Mir wird von vielen Seiten berichtet, dass es in diesem Jahr mit der KIB noch schlimmer geworden sei. Es gibt immer noch kein Fortbildungsangebot und Möglichkeiten des Austausches fehlen“, poltert die Neos-Abgeordnete.

Als Folge dieser Probleme sieht sie die Gefahr, dass Schulen wieder viele Mitarbeiter verlieren und sich die Kinder und Jugendlichen wieder an neue Bezugspersonen gewöhnen müssen. „Zudem kritisieren Schulassistenten auch, dass bei der Bezahlung nicht unterschieden wird, ob jemand ein Kind mit sonderpädagogischem oder erhöhtem sonderpädagogischem Förderbedarf betreut. Oft ist es wenig Geld für extreme Herausforderungen.“ Abschließend meint Obermüller, dass all das der Bildungsdirektion seit Jahren bekannt sei. „Sie lagert die Zuständigkeiten aber lieber aus, damit sie für die Misere nicht verantwortlich gemacht werden kann.“

Zitat Icon

Bei der TSD haben wir zu lange zugeschaut, das darf sich bei der KIB sicher nicht wiederholen, vor allem geht es ja um die betreuten Kinder.

Markus Abwerzger (FPÖ)

Markus Abwerzger

„Anfangsjahre der TSD Pleiten-, Pech- und Pannen-Serie“
„Wenig überrascht“ von den „skandalösen Zuständen“ zeigt sich FPÖ-Chef Markus Abwerzger. „Die Gründung der KIB war eine Husch-Pfusch-Aktion der schwarz-roten Landesregierung, weil ja die Gesellschaft des Tiroler Gemeindeverbandes Pleite gegangen ist, die diesen Sektor betreut hat.“ Der Blaue warnt davor, dass die KIB zu einer zweiten Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) verkomme. „Die Anfangsjahre der TSD waren eine einzige Pleiten-, Pech- und Pannen-Serie und kosteten den Steuerzahler Millionen Euro, das darf sich bei der KIB nicht wiederholen.“

Da man bei der TSD zu lange zugeschaut habe, überlegt sich Abwerzger eine Prüfung durch den Landesrechnungshof.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Tirol
12.02.2024 07:00
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt