Vor 20 Jahren wurde das Linzer Bruckner-Konservatorium erfolgreich in die Anton Bruckner Privatuniversität umgewandelt. Um die Studienplätze gibt es jedes Jahr ein Griss. Im Jubiläumsjahr wagt man mit einer Reihe von Veranstaltungen neue Formate und man öffnet die Türen. Der Höhepunkt ist die „Lange Nacht der Musikuniversitäten“.
Viele erinnern sich: Das Bruckner Konservatorium in der Wildbergstraße - das Gebäude musste in den letzten Jahren dem Bruckner Tower weichen - war ein klingendes Haus, aber eben noch keine Uni. Vor 20 Jahren folgte dann eine Pionierleistung. „Es war das erste Landeskonservatorium in Österreich, das den Schritt hin zur Universität machte“, sagt Rektor Martin Rummel. Damals begann die Umwandlung in die Anton Bruckner Privatuniversität, die finanziell vom Land OÖ getragen wird.
Die Bekanntheit reicht über die Grenzen
„Die Bruckner Uni ist heute nach 20 Jahren ein international wichtiger Player“, so Reinhart von Gutzeit, der als Direktor des „Kons“ und später als erster Rektor bei der Umwandlung federführend gewesen war. Und Landeshauptmann Thomas Stelzer sagt: „Eine zukunftsweisende Universität mit internationaler Ausrichtung.“
Breite Ausbildung für Musikbranche
Rektor Martin Rummel betont aber auch die Breite: „Unsere Ausbildung reicht vom Orchestermusiker bis zur Musikvermittlung, man kann vielfältig im Musikbetrieb Fuß fassen - wir öffnen viele Felder.“ Und das ist wichtig, nicht jeder könne Star-Solist werden.
Eine Uni braucht Forschung
Der letzte Schritt zur „vollständigen Universität“ steht aber noch aus, der Forschungsbereich muss ausgeweitet werden, dafür braucht man neues wissenschaftliches Personal - und in der Folge mehr Platz. Büros der reinen Verwaltung könnten in ein anderes Gebäude „umgelagert“ werden: „Diese Diskussion werden wird jetzt führen“, bestätigt Rummel.
Großer Andrang, limitierte Plätze
Aktuell studieren hier 850 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt, rund 50 Prozent der Studierenden kommen aus Österreich. Den Unterricht bewältigen 200 Lehrende. Nachwuchsprobleme gibt es keine: „Wir haben jedes Jahr um die 1000 Interessenten für 120 bis 130 Studienplätze.“
Festliche Events ab 14. Juni
ImJubiläumsjahr gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, u.a. Zukunftstage mit KI-Experten Sepp Hochreiter (6. Und 7. März); einer der Höhepunkte ist „Die Lange Nacht der Musikuniversitäten“ sowie Konzerte, Performances und Aufführungen von Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Juni.
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