Ein Mann hat intime Bilder seiner Frau an die eigene Schwiegermutter geschickt. Die Sache hat nun am Landesgericht Feldkirch ein juristisches Nachspiel.
Schon lange lag die Ehe des Bauarbeiters und seiner Frau in Scherben. Immer wieder kam es zu Streit. Sie wollte die Scheidung, er nicht. In ihrem Ansinnen unterstützt wurde die Gattin von ihrer Mutter. Als Ende September die Situation zwischen dem Paar wieder einmal eskaliert und die Damen mit Anzeige drohen, schickt der Bauarbeiter seiner Schwiegermutter über ein Fake-Profil ein paar pikante Bilder seiner Noch-Ehefrau.
Eigene Schwiegermutter erpresst
In der Textnachricht nötigt er die Pensionistin, keine weiteren rechtlichen Schritte gegen ihn zu unternehmen. Andernfalls werde er die Nacktfotos an 50 Leute in Vorarlberg schicken. In der Verhandlung am Landesgericht Feldkirch am Dienstag bekennt sich der Mann schuldig. „Ich wollte einfach, dass sie Ruhe geben“, rechtfertigt er sich. Staatsanwältin Claudia Gerstgrasser verurteilte die Tat als geschmacklos und fügte hinzu: „Keine Mutter will ihr Kind so sehen.“
Im Zeugenstand befragt, gibt die Noch-Gattin an, nach wie vor unter dem Vorfall zu leiden. „Ich habe immer noch Angst, dass die Bilder veröffentlicht werden.“ Richter Alexander Wehinger verurteilt den Serben zu einer teilbedingten Geldstrafe von 640 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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