

Am kommenden Donnerstag werden leuchtende Kirchlein aus Holz und Papier in die Vellach bei Bad Eisenkappel gesetzt. Dieser Brauch hat eine jahrhundertealte Tradition.
Der Abend vor Mariä Lichtmess (2. Februar) ist für die Menschen im Vellachtal ein besonderes Datum. „An diesem Tag findet bei uns das Kirchleintragen statt“, erklärt Elisabeth Lobnik, Bürgermeisterin von Bad Eisenkappel. Am Abend des 1. Februar versammeln sich die Bewohner um 18 Uhr bei der alten Volksschule. Sie bringen auf Tragstöcken kleine Kirchlein aus Holz und Papier mit, die sie in den Tagen zuvor selbst gebastelt hatten.


In jedem Kirchlein leuchtet eine brennende Kerze. In einer Prozession begeben sich die Teilnehmer zur Pfarrkirche, wo die Kirchlein gesegnet werden, und danach an das Ufer der Vellach, wobei sie fortwährend den Spruch rufen: „Ante pante populore, Kocla vrate cvilijore.“
Wir glauben fest daran, dass uns dieser Brauch vor schlimmen Unwettern bewahren kann.
Elisabeth Lobnik, Bürgermeisterin
Dieser Brauch reicht zurück bis ins Spätmittelalter. Damals hatte ein Hochwasser den Ort überschwemmt. Nur die Kirche Maria Dorn blieb verschont. Hier hatten die Überlebenden Zuflucht gefunden. Um die reißenden Fluten der Vellach zu besänftigen, haben sie eine kleine Kirche gebastelt und diese dann dem Fluss übergeben. Und das Wasser hat sich zurückgezogen.
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