Mo, 20. August 2018

Todesfälle

27.06.2005 16:58

Vor der WM müssen alle Spieler zum Herztest

Am vergangenen Wochenende ist wieder ein Profifußballer an den Folgen einer Herzattacke gestorben. Die FIFA hat nur 24 Stunden später anlässlich des zweiten Todestages von Marc Vivien Foe bekannt gegeben, dass alle Teilnehmer der WM in Deutschland kardiologische Gutachten vorlegen müssen.

Beim jüngsten Unglücksfall hatte nach Medienberichten vom Sonntag der portugiesische Profi-Fußballer Hugo Cunha in den Ferien mit Freunden in Montemor-o-Novo im Bezirk Evora gekickt. Der Mittelfeldspieler fühlte sich plötzlich übel, stürzte auf den Boden und erlitt einen Herz- und Atemstillstand. Inoffiziellen Angaben zufolge starb Cunha an Herzversagen. Der Mannschaftsarzt von Leiria sagte, bei dem Spieler seien zuvor nie Herzprobleme festgestellt worden. "Insgesamt sterben weltweit jährlich 20.000 Menschen beim Sport am so genannten plötzlichen Herztod", betonte FIFA-Arzt Graf-Baumann.

Nachdem vor genau zwei Jahren der Kameruner Marc-Vivien Foé im Confed-Cup-Halbfinale auf dem Platz am plötzlichen Herztod gestorben war, sollen durch die Erklärungen unter anderem Risikofaktoren aufgezeigt werden.

FIFA denkt über Doping-Tests vor WM nach
Weiters denkt die FIFA als Reaktion auf die mexikanische Doping-Affäre beim Confederations Cup über Kontrollen vor der WM 2006 nach. Die medizinische Kommission beschäftige sich damit, sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter am Montag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main. Auf jeden Fall sollen Ergebnisse von möglicherweise intern durchgeführten Doping-Tests dem Weltverband vor Beginn der Titelkämpfe im kommenden Jahr vorliegen.

Es gehe nicht nur um Kontrolle, "sondern um Prävention", betonte Blatter, nachdem der mexikanische Verband erst im Verlauf des Confed- Cups die positiven Dopingbefunde seiner beiden Nationalspieler Aaron Galindo und Salvador Carmona bestätigt hatte. Der FIFA-Chef stellte zudem klar, dass der Einsatz der beiden Akteure in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Japan und Brasilien aus Sicht der FIFA legitim gewesen sei. "Sie waren qualifiziert, am Wettbewerb teilzunehmen, so lange der eigene Verband sie nicht zurückgezogen hatte", meinte Blatter. "Das Ergebnis wurde erst bekannt, als der Wettbewerb schon gestartet war."

Die FIFA hat außerdem Sanktionen gegen den mexikanischen Fußballverband FMF nicht ausgeschlossen, falls die Doping-Affäre nicht "lückenlos aufgeklärt" wird. "In einem weiteren Schritt könnte es dann auch zu Disziplinarmaßnahmen gegen den Verband kommen", sagte FIFA-Sprecher Markus Siegler der dpa.


 

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