2023 waren im Ländle insgesamt 6664 Lehrlinge in einem aufrechten Lehrverhältnis. Die Lehre ist also nach wie vor „in“.
In der Theorie ist die Lehre in den vergangenen Jahren schon ein paarmal beerdigt worden, in der Praxis ist sie allerdings nach wie vor sehr populär. Mehr noch: Die duale Ausbildung ist das Rückgrat der Vorarlberger Wirtschaft und hebt das Ländle von anderen Standorten ab - es gibt nur wenige Regionen mit einer derartigen Dichte an kompetenten Fachkräften.
Niveau gehalten
Insofern ist es erfreulich, dass sich viele junge Menschen für eine Lehre entscheiden. 2023 waren 6664 Lehrlinge in einem aufrechten Lehrverhältnis, damit wurde das Niveau von 2022 (6672) nahezu gehalten. Im vergangenen Jahr haben sich 48,73 Prozent der 15-Jährigen für eine Lehre entschieden - das sind 0,74 Prozent weniger als 2022.
„Damit bleibt Vorarlberg das Land der Lehre. Unsere Ausbildungsbetriebe setzen auf die bestmögliche Zukunftsinvestition, denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, um den künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein“, betont Gudrun Petz-Bechter, Direktor-Stellvertreterin der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
Brachliegendes Potenzial
Geht es nach ihr, soll der Anteil der Jugendlichen, die sich für eine Lehre entscheiden, weiter gesteigert werden. Brachliegendes Potenzial gibt es vor allem bei den Mädchen: Aktuell sind 69,32 Prozent der Lehrlinge männlich und nur 30,68 Prozent weiblich.
48,73 Prozent der 15-Jährigen haben sich im vergangenen Jahr für eine duale Ausbildung in einem Unternehmen entschieden. Damit bleibt Vorarlberg das Land der Lehre.
Gudrun Petz-Bechter, WKV
Interessant ist weiters, dass sich immer mehr Schüler bzw. Absolventen einer höheren Schule für eine Lehre entscheiden: 2023 kamen bereits 30,14 Prozent der Lehrlinge aus einer BMS, BHS oder AHS.
Beim Ranking der Lehrberufe hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls viel getan: So liegt etwa bei den Mädchen der Beruf der Metalltechnikerin bereits auf Rang drei - beliebter sind nur Einzel- und Bürokauffrau. Bei den Burschen führen die Berufe Metalltechniker, Elektrotechniker und Kraftfahrzeugtechniker die Hitliste an. Regelrecht abgestürzt sind indes die Gastronomieberufe.
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