Die ärgste Gefahr von aperen Stellen jenseits des Pistenrandes scheint nach den jüngsten Schneefällen vorbei zu sein. Dennoch kam es auf den Tiroler Skipisten erneut zu mehreren schweren Unfällen. In einem Fall war - wie so oft - Fahrerflucht dabei.
Montag gegen 11.30 Uhr hielt sich ein deutscher Skifahrer (46) am Pistenrand der roten Piste Nr. 4 im Skigebiet Hochzillertal auf, als plötzlich ein nachfolgender Skifahrer gegen ihn prallte und dem Stehenden dabei Ski, Stöcke und Rucksack „vom Leib gerissen“ worden seien, wie er aussagte. Der unbekannte Skifahrer stürzte ebenso. Doch er setze die Fahrt fort, ohne seine Daten bekannt zu geben. Daraufhin folgte ein Bekannter des Unfallopfers dem Jungen, um die Daten zu erlangen, doch dies scheiterte. Etwaige Zeugen werden gebeten, sich auf der Polizeiinspektion Ried im Zillertal unter 059133/7253 zu melden.
Personenbeschreibung des zweitbeteiligten Wintersportlers
Der Unbekannte ist deutschsprachig und etwa Mitte 20 Jahre alt. Besonders auffällig war seine knallblaue Skijacke mit einem seitlich angebrachten Italien-Logo, er fuhr Freeride Ski der Marke „K2“, Farbe beige.
Mann in Sölden reanimiert
Montag gegen 12.40 Uhr kam es auf einer Skipiste im Ötztal zwischen zwei Skifahrern zu einer Kollision. Ein 44-jähriger Deutscher verlor aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über seine Skier und kam zu Sturz. Dabei prallte er mit dem Kopf auf der Piste auf und kollidierte anschließend mit einer 15-jährigen Skifahrerin aus Weißrussland. Der Mann musste vor Ort durch einen Alpinpolizisten und Personen der Pistenrettung Sölden reanimiert werden. Er wurde mit einem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Zams überstellt. Die 15-jährige Zweitbeteiligte erlitt Prellungen am Rücken und wurde im Tal ambulant behandelt.
Im Kühtai gegen Steinblöcke
Bereits am Sonntag war ein 38-jähriger Chinese mit seinen Skiern im Skigebiet Kühtai über den Pistenrand hinausgekommen und stürzte etwa zehn Meter davon entfernt im Gelände auf Steinblöcke. Der Mann zog sich dabei schwere innere Verletzungen zu. Aufgrund des schlechten Wetters war eine Bergung per Hubschrauber nicht möglich, weshalb eine terrestrische Bergung durchgeführt wurde. Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen in die Klinik Innsbruck verbracht.
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