12.05.2012 16:59 |

Griechenland-Krise

Eltern wollen Kinder in Kinderdörfern abgeben

Wenn Eltern ihre Kinder nicht mehr versorgen können und sie deshalb ihre Mädchen und Buben Organisationen überlassen wollen, dann hat sich die Lage in einem Land wohl sehr zugespitzt. Derzeit traurige Realität in Griechenland, wo verzweifelte Väter und Mütter ihre Kleinen an SOS-Kinderdörfer übergeben wollen.
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"Wir haben Angst, dass die griechische Mittelschicht zusammenbricht", so George Protopapas, Leiter der SOS-Kinderdörfer am Peloponnes, zur Lage. Es gibt keine staatliche Refundierung für die Kinderdörfer. Und im Gegenzug wird die Hilfsorganisation immer höher besteuert. Gleichzeitig streicht die Regierung öffentliche Sozialausgaben. Auch Großsponsoren wie die Nationalbank sind abgesprungen.

Die Not in vielen Familien steigt immens, Hilfsansuchen an SOS-Einrichtungen explodieren. Mittlerweile arbeiten etliche Angestellte sogar unentgeltlich für die Kinderdörfer. "Es haben schon Hunderte Eltern angefragt, ob sie ihre Kleinen nicht bei uns im Kinderdorf lassen können. Wir versuchen zu vermitteln, damit Familien zusammenbleiben können", so Protopapas.

Spendenkonto: SOS-Kinderdorf, PSK 2.390.000

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