Lange musste das Rote Kreuz Kärnten mit den Bundesbahnen verhandeln, damit es nahe der Koralmbahn ein Katastrophenlager für Bahnunfälle und Unwettern bauen kann. Doch damit rüstet sich die Einsatzorganisation nicht nur für Großereignisse, auch auf die Umwelt wird Rücksicht genommen.
„Wir brauchen eine Anlaufstelle südlich der Drau, sozusagen als neuen Raum bei Katastrophen, nach Unwettern oder Bahnunfällen“, sagt Rotkreuz-Präsident Dr. Martin Pirz. Lange wurde um das ÖBB-Grundstück inklusive Infobox-Station beim Kreisverkehr in Kühnsdorf gerungen. „Es hat einige Interessenten gegeben“, so Pirz.
Neues Katastrophenlager wird gebaut
Im Dezember wurde das Areal schließlich gekauft. „Für Gemeinden südlich der Drau, den neuen Bahnhof, das Logistikcenter und die Tourismushochburg kann das nur positiv sein“, sagt Eberndorfs Gemeindechef Wolfgang Stefitz. Rund 60 Prozent der Einsätze im Bezirk spielen sich ja in dieser Region ab. Auch bei Sperren der Draubrücken in Tainach und Völkermarkt ist ein Katastrophenlager unbedingt erforderlich. Pirz: „Wir haben einen Versorgungsauftrag zu erfüllen und sind nun optimal für den Ernstfall gerüstet.“ Auch die Mobile Pflege könnte mit einigen Fahrzeugen auf dem Areal untergebracht werden. Pirz: „Das hilft, Zeit, Benzin und CO₂ zu sparen.“
Rotes Kreuz bleibt im Zentrum
Gerüchte, die Bezirksstelle Völkermarkt könnte dorthin verlegt werden, werden nicht bestätigt. Bezirksgeschäftsleiter Gerhard Koller: „Wir bleiben natürlich im Stadtkern. Fakt ist aber, dass unser Haus aus allen Nähten platzt, wir brauchen mehr Platz und Parkfläche.“ Ein geeignetes Grundstück werde daher bereits gesucht.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.