In der Silvesternacht

Polit-Debatten rund um „Böller-Verbote“ in Städten

Niederösterreich
29.12.2023 05:00

In großen niederösterreichischen Städten wie Krems und St. Pölten wird es zu Silvester heuer keine großen Feuerwerke geben. Das soll vor allem Tiere, Menschen und die Umwelt schonen. Dennoch gibt es teilweise auch Kritik an der Silvesterflaute.

Den Tieren und der Umwelt zuliebe ist es in großen Städten wie St. Pölten und Krems zum Jahreswechsel heuer weitaus ruhiger als andernorts. Beide SPÖ-regierten Städte verzichten auf ein Feuerwerk samt Spektakel und schützen damit die Tiere vor dem Lärm der Raketen, die Bürger vor etwaigen Unfällen und die Umwelt vor schädlichen Emissionen. Gerade in Krems regt sich nun aber regen Widerstand gegen die „Böller-Blockade“.

Stadtrat sorgt sich um die Wirte
FPÖ-Stadtrat Martin Zöhrer ortet in dem Ausbleiben des knallenden Spektakels nämliche eine „Silvesterflaute“, die vor allem den Tourismusstandort nebst der Donau schwächen würde. „Einerseits schneidet die Stadt großzügig bei Veranstaltungen über die Lustbarkeitsabgabe mit. Andererseits lässt man Silvester komplett links liegen und die Gastronomie und Hotellerie damit im Stich“, kritisiert Zöhrer. Viele Wirte würden sich laut Zöhrer derzeit zudem überlegen, ob sie denn zum Jahreswechsel überhaupt aufsperren sollen.

Dass alle zwei Jahre zum Volksfest, jährlich zur Sonnenwende und auch zu Firmenfeiern Feuerwerke genehmigt werden, sei zudem ein Zeichen der Inkonsequenz. „Das Problem ist ja nicht ein zentrales kurzes Feuerwerk, sondern das mehrtägige Herumböllern im ganzen Stadtgebiet. Dagegen solle man vorgehen, nicht gegen ein kurzes traditionelles Feuerwerk zum Jahreswechsel“, so Zöhrer.

SPÖ-Landeschef appelliert für „ruhigen Rutsch“
Politisch  „zündelt“ Niederösterreichs selbst ernannter Kontroll-Landesrat Sven Hergovich (SPÖ) ja ganz gerne. Seit seinem Amtsantritt übt er fast schon im Tagestakt heftige Kritik an der schwarz-blauen Landesregierung, oder dem börsennotierten Landesenergieversorger EVN.

Zum Jahreswechsel lässt er es offenbar aber nicht nur politisch lieber etwas ruhiger angehen – und appelliert in Sachen Feuerwerk nun an alle anderen Bürger, vom Zündeln mit Knallkörpern und Raketen abzulassen. Sicherheit für Mensch und Tier habe laut Hergovich eben Priorität. „Hund, Katze und alle anderen Tiere würden es uns danken, wenn der eine oder andere in diesem Jahr auf Knallkörper, zumindest in den Tagen vor und nach Silvester, verzichten würde. Das Nervenkostüm von Tieren ist rund um den Jahreswechsel besonders beansprucht. Feuerwerke auf die Minuten vor und nach dem Jahreswechsel zu beschränken, wäre bereits eine enorme Erleichterung“, weiß der SPÖ-Landeschef und plädiert für ein möglichst sicheres Vorgehen.

Ein sorgloser Umgang mit Feuerwerkskörpern könne zudem rasch zu gefährlichen Situationen führen. „Beim Einkauf von Feuerwerkskörpern aus dem Fachgeschäft, samt ordnungsgemäßer Einhaltung der Gebrauchsanleitung, sollte dem sicheren Gebrauch eines Silvesterfeuerwerks aber nichts im Wege stehen“, heißt es.

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