Angelina (18) verbringt Weihnachten nicht nur mit ihren Liebsten, sondern auch mit ihrer Wahlfamilie bei Pro Juventute.
„Weihnachten bedeutet für mich, dass alle zusammenkommen, wir gemeinsam essen und uns beschenken.“ Das Heilige Fest ist für Angelina (18) eine besondere Zeit. Sie lebt in der pädagogischen Wohngemeinschaft des Jugendhilfswerks Pro Juventute in der Elisabethvorstadt. Gemeinsame Traditionen wie Wichteln oder Kekserlbacken sollen den acht Jugendlichen Sicherheit geben. Sie kommen oft aus schwierigen Verhältnissen, können oder wollen nicht bei ihren Familien wohnen. In der WG finden sie Ruhe und ein Zuhause. Die Betreuer helfen ihnen, ihren Alltag zu meistern.
„Die WG soll die Familie nicht ersetzen“, sagt Pro Juventute-Regionalleiterin Theresia Kloiber. Ein familiärer Umgang sei wichtig. Dafür sorgt Sozialpädagoge Thomas Käferle (35): „Mir macht es nichts aus, an Weihnachten in Rufbereitschaft zu sein. Ich komme gerne her.“ Die städtische Kinder- und Jugendhilfe gab ihr Okay, dass die Jugendlichen nach der gemeinsamen WG-Feier den Heiligen Abend bei Familie oder Freunden verbringen. Auch Käferle ist bei seinen Liebsten. Falls Angelina früher zurückkommt, kann sie anrufen. Er ist jederzeit wieder da.
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