Als Zweiter im Formel-1-Sprint in Katar krönte sich Verstappen frühzeitig zum dreifachen Weltmeister. Dafür gab’s erst spät den Zapfenstreich vom Chef, obwohl heute noch Grand Prix steigt ...
„Das Limit ist zwei Uhr früh.“ Mit der Weltmeister-Kappe auf dem Kopf war Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko gestern sichtlich in Feierlaune, als er den Zapfenstreich für Max Verstappen ausrief. Immerhin wartet heute in Katar noch ein Rennen. Der Holländer nahm es dankbar an: „Ich zische mir ein paar Bier rein, aber am Sonntag bin ich wieder hier.“ Verdient hat es sich der 26-Jährige, als Zweiter im Sprint hat er frühzeitig den Hattrick als Fahrer-Weltmeister fixiert.
„Wollte gewinnen“
Dabei hätte schon Platz sechs gereicht, wenn sein Verfolger Sergio Perez gewonnen hätte. Doch der Mexikaner wurde in Runde elf von Esteban Ocon aus dem Rennen geschossen, damit stand Verstappen - nach einem schlechten Start zu diesem Zeitpunkt wieder Dritter - als Weltmeister fest. „Natürlich hab ich das mitbekommen, aber ich wollte noch gewinnen!“ Erst als er als Zweiter hinter Oscar Piastri ins Ziel fuhr, ließ er locker und herzte gleich seine Freundin Kelly Piquet. „Ich genieße den Moment, habe mehr erreicht, als ich mir jemals erträumt hätte.“
Mit dem dritten WM-Titel zieht er nicht nur mit Schwiegervater Nelson Piquet gleich, sondern auch mit Lauda, Senna, Stewart und Brabham. „Wenn du diese Namen hörst, ist es unfassbar, was sie erreicht haben - jetzt mit ihnen auf einer Stufe zu stehen, ist ein unglaubliches Gefühl.“
„Wie kein anderer“
Das verlangt auch Teamkollegen Perez Respekt ab: „Max fährt heuer auf dem Level wie kein anderer!“ Und auch Pierre Gasly, der 2019 bei Red Bull an Verstappen zerbrach, ist voll des Lobes: „Das war eine weitere Saison, in der Max Rekorde gebrochen hat“, so der Alpine-Pilot.
Sogar der zweifache Weltmeister Fernando Alonso kann sich zu einem Lob durchringen: „Eine unglaubliche Saison von Max! So viel zu gewinnen, verdient großen Respekt. Da waren auch Rennen dabei, die nicht so leicht waren.“ Als einen der Größten aller Zeiten sieht er Verstappen aber (noch) nicht: „Da müssen wir noch abwarten. Wenn Max in den nächsten Jahren auch noch Titel gewinnt, dann können wir ihn mit Michael Schumacher vergleichen.“ Die Chancen stehen gut …
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