Mit Frau neben Kirche
„General Armageddon“ in Moskauer Gebiet gesichtet
Journalisten der russischen Tageszeitung „Nowye Iswestija“ behaupten, den General Sergej Surowikin in der Oblast Moskau gesehen zu haben. Der auch als „General Armageddon“ bekannte Russe war im Zuge des Putschversuchs von Ex-Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin im Juni in Ungnade gefallen.
Ein Foto der „Nowye Iswestija“ zeigt laut den Angaben des Blattes den General gemeinsam mit seiner Ehefrau neben einer Kirche im Moskauer Umland. Fragen von Journalisten, wo er derzeit im Einsatz sei, wollte der Militär demnach nicht beantworten. „Ich diene dem Vaterland. Mehr will ich nicht sagen“, gab sich Surowikin laut den Angaben bedeckt.
Mitte September war mitgeteilt geworden, dass Surowikin gemeinsam mit einer Delegation des russischen Verteidigungsministeriums nach Algerien gereist sei. Eine Quelle verriet der russischen Zeitung „Kommersant“, dass die militärisch-politische Führung Russlands außenpolitisch großen Wert auf eine Ausrichtung nach Osten lege. Zudem, hieß es weiter, vertrauten die russischen Behörden Surowikin weiterhin.
Verschwand kurz nach Wagner-Aufstand
Kurz nach dem Aufstand der Wagner-Söldner verschwand Surowikin von der Bildfläche. Während der Wagner-Meuterei am 23. und 24. Juni war er in einem Video erschienen und hatte Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin zur Aufgabe aufgefordert. Dabei hinterließ er allerdings einen unbehaglichen Eindruck und trug auch keine militärischen Rangabzeichen.
Am 4. September veröffentlichte die Journalistin Xenia Sobtschak ein Foto Surowikins und kommentierte es mit den Worten: „Er lebt, er ist gesund und zu Hause bei seiner Familie in Moskau“. Eine dem russischen Verteidigungsministerium nahestehende Quelle bestätigte dies gegenüber der US-Zeitung „The New York Times“ und fügte hinzu, dass der General ein paar Tage nach dem Tod Prigoschins aus der Haft entlassen worden sei. Offiziell bestätigt wurde seine Inhaftierung allerdings nie.







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