Neue Studie zeigt:

Europäer viel zu oft Hormongift BPA ausgesetzt

Ausland
14.09.2023 15:41

Immer mehr Länder regeln den Einsatz der bedenklichen Kunststoffverbindung Bisphenol A - und das wohl nicht zu Unrecht, wie eine neue Studie zeigt: Die Chemikalie wird nicht nur bei nahezu allen teilnehmenden Europäern festgestellt - sie überschreiten nahezu allesamt die gesundheitsschädliche Grenze.

Die Studie habe „Chemikalien im Körper von Menschen in Europa gemessen und BPA im Urin von 92 Prozent der erwachsenen Teilnehmer aus elf europäischen Ländern nachgewiesen“, hieß es in einem Bericht der Europäischen Umweltagentur.

Die neuen Forschungsdaten würden zeigen, dass in drei der elf untersuchten Ländern wahrscheinlich alle Teilnehmer Mengen an BPA oberhalb des als unbedenklich geltenden Grenzwertes ausgesetzt waren. Das seien Frankreich, Portugal und Luxemburg.

Oft in Kontakt mit Lebensmitteln
Bisphenol A ist eine synthetische Chemikalie, die in unzähligen Lebensmittelverpackungen verwendet wird - beispielsweise in Plastikflaschen und Konservendosen -, aber auch in Trinkwasserleitungen. Schon in geringen Dosen kann die Chemikalie laut Umweltagentur das Immunsystem schwächen. Zudem kann es zu Unfruchtbarkeit und allergischen Hautreaktionen kommen.

Der Anteil der insgesamt 2756 Studienteilnehmern, in deren Urin BPA-Mengen oberhalb des Grenzwertes gemessen wurden, lag je nach Land bei zwischen 71 und 100 Prozent. In Deutschland waren es demnach 83 Prozent der Teilnehmenden.

„Müssen Ergebnisse ernst nehmen“
Leena Ylä-Mononen, Direktorin der Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen, schrieb in einer Mitteilung: „Wir müssen die Ergebnisse dieser Forschung ernst nehmen und auf EU-Ebene mehr Maßnahmen ergreifen, um die Exposition gegenüber Chemikalien zu begrenzen, die ein Risiko für die Gesundheit der Europäer darstellen.“

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