Eine Verkehrskontrolle in Bregenz wurde einem 47-jährigem Bulgaren zum Verhängnis. Sein Führerschein war gefälscht. Dafür musste er sich am Dienstag am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg verantworten.
Fast könnte man sagen, dass zum Unglück auch noch Pech dazukam. Denn nicht nur, dass der Beschuldigte mit einem gefälschten Lappen durch die Gegend fuhr. Jetzt hat die Sache auch noch ein gerichtliches Nachspiel.
Fälschung flog bei Verkehrskontrolle auf
Laut den Angaben des im Raum Bregenz lebenden Bulgaren beim LG Feldkirch hatte er dereinst in Serbien seinen Führerschein gemacht und diesen in Kroatien gegen eine Bearbeitungsgebühr von 1000 Euro umschreiben lassen. Als der Beschuldigte Ende April in Bregenz in eine Verkehrskontrolle geriet, flog die Fälschung auf. Die Folge: Der Lappen wurde eingezogen, der Bulgare wegen Fälschung einer besonders geschützten Urkunde angezeigt.
Angeklagter streitet Vorwürfe ab
In der Verhandlung bekennt sich der bereits in Deutschland Vorbestrafte zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen für nicht schuldig. Er sei im guten Glauben gewesen, dass es sich bei dem Führerschein um ein echtes Dokument handle. Was sowohl Staatsanwältin Claudia Buss-Gerstgrasser als auch Richterin Sabrina Tagwercher für eine reine Schutzbehauptung halten. „Die Ermittlungen in Kroatien haben ergeben, dass der Führerschein jemand anderem gehört. Außerdem hätte es Ihnen doch komisch vorkommen müssen, 1000 Euro Gebühr zu bezahlen“, stellt die Frau Rat klar.
Der Prozess endet mit einem Schuldspruch im Sinne der Anklage und einer Geldstrafe von 960 Euro.
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