Dominic Thiem kämpft am Montag bei den US Open gegen Alexander Bublik um das Ende einer Horror-Serie: „Eigentlich eine Katastrophe für mich - es wird wirklich langsam Zeit.“
New York, 13. September 2020. Dominic Thiem sorgt für einen der größten Momente der rot-weiß-roten Sportgeschichte. Mit 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6 über Alexander Zverev gewinnt er die US Open. Zu diesem Zeitpunkt haben die heimischen Tennisfans große Hoffnungen. Thiem ist 27, weitere Major-Titel scheinen wahrscheinlich.
Fast drei Jahre und eine komplizierte Handgelenksverletzung später ist nicht nur dies nicht eingetreten, Thiem ist weit vom Anschluss an die Weltspitze entfernt. Seit seinem Comeback im Frühjahr 2022 kassierte er bei fünf Grand-Slam-Starts fünf Auftaktniederlagen, teils gegen große Kaliber, teils gegen „machbare“ Gegner.
Montag (17 Uhr/live im sportkrone.at-Ticker) hat Dominic die letzte Chance, 2023 zumindest eine Major-Partie zu gewinnen. Zum Start der US Open trifft er auf Alexander Bublik. Der Kasache gilt als ausgeflippter Showman. Man weiß nie, was kommt. Beim zweiten Aufschlag ist ein Service von unten so möglich wie eine 200-km/h-Kanone.
Umgekehrte Vorzeichen
Das einzige Duell in Paris 2019 gewann Thiem. Am Abend nach dem Match trafen sie sich zufällig, Bublik, von McDonald’s kommend, fiel dem Österreicher um den Hals, bedankte sich beim Topstar für das „geile Spiel“. Diesmal sind die Vorzeichen umgekehrt, Bublik ist mittlerweile Nummer 27 der Welt.
Thiem selbst macht sich Druck: „Dass ich noch kein Spiel bei einem Major seit damals gewonnen habe, ist ein Horror, eigentlich eine Katastrophe für mich - es wird wirklich langsam Zeit.“ Sein Spiel wird übrigens wie alle Österreicher-Einzel, auch das von Sebastian Ofner, der ebenfalls Montag, 17 Uhr, auf Nuno Borges trifft, exklusiv auf dem Streaming Kanal Joyn zu sehen sein. ServusTV zeigt in der ersten Woche Spiele in der Konferenz.
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