Über 40 Prozent der Rechnungen werden mit Verspätung beglichen - andere dafür doppelt. Zusätzlich werden Skonti laut Landesrechnungshof zu wenig genutzt.
Der Landesrechnungshof nahm sich diesmal die Zahlungen Kärntens vor. Dafür zogen die Prüfer 781 Stichproben und kontrollierten Verbuchungen und Zahlungsfristen. Dabei kam heraus, dass Kärnten nicht der pünktlichste Zahler ist. Von 640 Eingangsrechnungen der Stichprobe überschritt das Land die Zahlungsfrist bei 41,1 Prozent. Bei rund neun Prozent der Rechnungen betrug die Verspätung sogar über 30 Tage.
Wichtig sind eine zeitnahe Verbuchung und Zahlung. Das Land sollte möglichst rasch den digitalen Zahlungsverkehr flächendeckend einsetzen.
Günter Bauer, LRH-Direktor
Doch warum tut sich Kärnten so schwer mit der pünktlichen Zahlung? Laut dem Landesrechnungshof ist es darauf zurückzuführen, „dass die Dienststellen der Finanzbuchhaltung die Zahlungs- und Verrechnungsaufträge zu spät übermitteln“. Das liegt daran, dass es noch keinen flächendeckenden digitalen Zahlungsvollzug gibt - Rechnungen im PDF-Format oder e-Rechnungen müssen ausgedruckt und in Papierform abgearbeitet werden.
Aber auch in einem anderen Aspekt ist unser Bundesland nachlässig. Wo ein Skonto möglich war, blieb dies in den Stichproben in einem Drittel der Fälle ungenützt. Zusätzlich gab es 29 Doppelzahlungen, von denen noch nicht alle zurücküberwiesen wurden. Das Land will die vom LRH empfohlenen Maßnahmen laut seiner Stellungnahme umsetzen.
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