Psychosoziales Zentrum

Wenn die Seele ganz dringend Erste Hilfe braucht

Tirol
29.06.2023 18:00

Ein Jahr nach dem Start des Psychosozialen Zentrums Oberland in Imst ist klar: Das niederschwellige Angebot wird angenommen. Knapp über 300 Menschen in psychischen Nöten wandten sich vertrauensvoll an das sechsköpfige Team verschiedener Genres. 

Es gehe immer besser mit dem nach außen Kehren des Inneren, auch bei Männern, bestätigte der Chef der fünf Psychosozialen Zentren Tirols, Michael Wolf, am Mittwoch in Imst. Julia Striebel-Thurner und ihr Team durften Landesrätin Eva Pawlata (SPÖ) ein durchaus hörenswertes Resümee des ersten Jahres präsentieren.

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Wir wissen, dass es dreimal mehr Suizidopfer als Verkehrstote gibt und jeder dritte Mensch im Verlauf seines Lebens von einer psychischen Krankheit betroffen ist.

Michael Wolf

Rund 300 Menschen mit psychischen Belastungen vertrauten in 850 Gesprächen ihre Nöte dem Psychosozialen Zentrum in der Pfarrgasse an. Rund einem Viertel genüge dieser Erstkontakt mit den insgesamt sechs Experten und Expertinnen in den Bereichen Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Sozialarbeit und Medizin. „Seit kurzem verstärkt eine Genesungsbegleiterin das Team“, ergänzte Striebel-Thurner.

„Jeder Dritte mit psychischen Problemen“
„Wir wissen, dass es dreimal mehr Suizidopfer als Verkehrstote gibt und jeder dritte Mensch im Verlauf seines Lebens von einer psychischen Krankheit betroffen ist. Dennoch ist über eigene Krisen zu sprechen für viele sehr schwierig“, weiß GF Wolf. Die Psychosozialen Zentren bieten ein sehr niederschwelliges und kostenloses Angebot.

„Das Land Tirol investiert jährlich insgesamt 2,4 Millionen Euro in diese Zentren“, so Pawlata, „sie stellen sicher, dass betroffene Personen und deren Angehörige rasch und bedarfsgerecht beraten und versorgt werden und sie werden gut angenommen.“

In Imst seien aktuell 75 Hilfesuchende in Beratung, in Reutte habe man im März eine Außenstelle eröffnet. Wolf: „Ich kann Menschen mit psychischen Problemen nur raten, uns telefonisch unter 050 500 oder via Homepage zu kontaktieren.“ Das Motto sei: „Reden wir darüber“. Die Imster Einrichtung ist übrigens auch das Zentrum für den Bezirk Landeck.

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