Mit 71 Jahren schrieb Claudio Ranieri sein nächstes Fußball-Märchen: In der Saison 2015/16 hatte der Italiener Leicester mit dem Österreicher Christian Fuchs sensationell zum Meistertitel in der Premier League geführt, am Sonntag jubelte er mit Cagliari über eine weitere Heldentat - den Wiederaufstieg in die Serie A!
Für Ranieri war es ein Abend voller Emotionen, am Ende weinte er vor Freude. „Es fühlt sich wie im Traum an, natürlich war auch eine große Portion Glück dabei“, strahlte der 71-Jährige. Im Winter hatte er Cagliari an der 14. Stelle in der Serie B übernommen. „Ich wollte unbedingt den Aufstieg schaffen, andernfalls hätte ich es als große Niederlage empfunden.“
Es folgte eine irre Aufholjagd: Von 19 Spielen unter seiner Führung wurden neun gewonnen und nur zwei verloren, als Fünfter qualifizierten sich die Süditaliener für das Aufstiegs-Play-off. Wo im Halbfinal-Hinspiel gegen Parma nach 0:2-Rückstand ein 3:2-Sieg gelang, dank dem folgenden 0:0 auswärts der Einzug ins Finale gegen Bari glückte.
Und nach dem 1:1 daheim nun auswärts am Sonntag vor 50.000 Fans in Bari ein Thriller folgte: Leonardo Pavoletti traf vier Minuten nach seiner Einwechslung in der 94. Minute aus kurzer Distanz zum 1:0, ließ Cagliari somit in letzter Sekunde über den Aufstieg jubeln.
„Unbeschreibliche Freude“
Für Ranieri wiederholte sich die Geschichte: Er hatte Cagliari bereits 1990 in die Serie A geführt, damals seine Premiere als Trainer im Oberhaus gefeiert. 33 Jahre später wiederholte sich für ihn nun die Geschichte, feierten ihn die Fans mit Sprechchören: „Ich danke den Spielern, in mir herrscht eine unbeschreibliche Freude.“








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