Starbesetzte Action

“Killer Elite”: Letzter Auftrag eines Profikillers

Kino
26.10.2011 17:00
Profikiller im Ruhestand haben es schwer. In welch einsame Idylle sie sich auch zurückziehen, stets sitzen ihnen Auftraggeber oder alte Feinde im Nacken. Hollywoodstar Jason Statham spielte zuletzt schon in "The Mechanic" einen Auftragsmörder mit Sehnsucht nach Erholung fernab. In seinem neuen Actionfilm "Killer Elite" will er komplett raus aus dem Job. Doch als sein Partner Hunter (Robert De Niro) von einem arabischen Scheich als Geisel genommen wird, muss Danny einen letzten Auftrag erfüllen.

Der Titel des Films führt etwas in die Irre: Wer in "Killer Elite" einen gedankenarmen Actionreigen mit Dauerfeuer und Feuersbrünsten erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn zumindest in Ansätzen wird eine gehaltvolle Handlung als roter Faden in den Actionlärm eingewoben: Die Handlung basiert auf dem Buch "The Feather Men" des Ex-Soldaten Ranulph Fiennes, in dem alte Wunden des britischen Einflusses im Oman beschrieben werden. Elitetruppen im Auftrag ihrer Majestät wirkten einst im Bürgerkrieg des Landes mit. Die Geheimorganisation "Feather Men" - so Film und Buch - setzt die Elitesoldaten für ihre düsteren Pläne ein und bewegt sich damit weit außerhalb des Gesetzes.

Einst töteten die britischen Spezialkräfte Söhne eines Scheichs. Der hat Rache geschworen und will in dem Film den australischen Söldner Danny auf dessen Berufskollegen ansetzen: Ein Profi soll Profis ausschalten. Als Gegenspieler tritt Clive Owen ("Inside Man", "The International") auf, der die Morde verhindern will, dabei aber Widerstand aus den eigenen Reihen bekommt.

Die düsteren Schatten westlicher Geheimdienste auf den arabischen Raum sind immer wieder Thema von Hollywoodfilmen. Beide Seiten haben Dreck am Stecken, beide Seiten sind vom Einfluss von Geld und Öl verdorben, wie etwa der anspruchsvolle Thriller "Syriana" (2005) mit George Clooney zeigte. "Killer Elite" ist eine Art actionlastige Light-Version von "Syriana". Manche Figuren sind ähnlich - etwa der Geheimagent, der selbst den Überblick verliert und auf der Strecke zu bleiben droht. Oder der Araber, der für sein Volk kämpft und dann doch die Geldkoffer aus dem Westen nimmt.

Die Handlung über die Verstrickungen zwischen dem Oman und Großbritannien verliert im Laufe des Films an Intensität, ein Hauch von Schuld und Sühne bei den Figuren verfliegt rasch - und "Killer Elite" wird immer mehr zum reinen Actionfilm mit handwerklich gut gemachten Kampfszenen und durchaus spannenden Passagen. Am Ende kommt es zum Showdown in der Wüste - und ein Koffer voller Geld wechselt einmal wieder seinen Besitzer.

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