So, 19. August 2018

Basketball-EM

18.09.2011 22:28

Spanien verteidigt Europameister-Titel erfolgreich

Spanien ist zum zweiten Mal nach 2009 Basketball-Europameister. Der Titelverteidiger setzte sich am Sonntagabend in einem über weite Strecken überlegen geführten Finale vor 14.500 Zuschauern in Kaunas (Litauen) gegen Frankreich letztlich souverän 98:85 (50:41) durch. Im Spiel um Bronze schlug Russland Mazedonien 72:68.

Für die "Bleus" gab es in Litauen zum zweiten Mal nach 1949 EM-Silber, das matt glänzte. Die Franzosen müssen weiter auf einen großen Basketball-Titel warten.

Bereits Mitte des ersten Viertels lag der Titelverteidiger mit 38:26 erstmals deutlicher voran. Auch, weil Serge Ibaka auf spanischer Seite eine sensationelle Leistung in der Defensive bot und bis Minute 15 gleich fünfmal als "Abräumer" unter dem eigenen Korb fungierte. Für Frankreich wurde die Aufgabe nicht leichter. Ein sehr hartes Foul von Rudy Fernandez an Parker erhitzte kurzzeitig die Gemüter. Mit 50:41 ging es in die Kabinen. Der Stand sprach für die Offensivkraft beider Teams.

"Bleus" ständig zurück
Frankreich, ab der 6. Minute ständig zurück, musste eine Aufholjagd starten und viel in selbige investieren. Doch Spanien hatte immer eine Antwort parat, wenn der Gegner in Schlagdistanz kam, was zuletzt bei 60:54 (26.) der Fall war. Vor dem Schlussviertel lag der Titelverteidiger 75:62 voran. Und diesen Vorsprung ließen sich die nun zweifachen "Campeones" nicht mehr nehmen. Die letzten zehn Minuten wurden zum "Schaulaufen".

Nicht zuletzt bot das Endspiel ein wohl nie zuvor gesehenes Star-Aufgebot. Die Finalisten hatten je fünf Spieler im Kader, die vergangene Saison in der NBA aktiv waren.

Beste Scorer bei den "Campeones" waren Juan Carlos Navarro (27), Pau Gasol (17), der außerdem zehn Rebounds holte, und Jose Calderon (17). Frankreich wurde von Tony Parker (26) und Boris Diaw (12) angeführt.

Russland holt sich Bronze
Bereits am Nachmittag hatte sich Russland die Bronzemedaille gesichert. Der Europameister von 2007, der im Turnierverlauf nur eine Begegnung - das Semifinale gegen Frankreich - verloren hatte, besiegte im Spiel um Platz drei vor am Ende mit 14.000 Zuschauern fast vollem Haus in Kaunas in einer bis in die Schlusssekunden hochdramatischen Partie die Auswahl Mazedoniens 72:68 (36:30).

Für die Südosteuropäer, die damit ohne Medaille blieben, bedeutete aber auch Rang vier das beste Abschneiden ihrer jungen Geschichte. Mazedonien wird als die Überraschung der Eurobasket 2011 in Erinnerung bleiben.

Sieben Teams für Eurobasket 2013 gesetzt
FIBA Europe-Generalsekretär Nar Zanolin hat in einer Pressekonferenz in Kaunas bestätigt, dass für Eurobasket 2013 neben Slowenien als Gastgeber die ersten Sechs der am Sonntag zu Ende gegangenen EM (Spanien, Frankreich, Russland, Mazedonien, Litauen, Griechenland) sowie Großbritannien (hat Olympiaplatz 2012) gesetzt sind.

Zu prominenten Nationen, die in die Qualifikation im kommenden Sommer müssen und damit auch potenzielle Gegner der ÖBV-Herren sind, zählen u.a. Vize-Weltmeister Türkei, Serbien (EM-Zweiter 2009), die Ex-Europameister Italien und Deutschland sowie Kroatien und Israel.

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