27.02.2023 17:43

Bundes-SPÖ unter Druck

„Mit Rendi-Wagner will keiner auf einen Spritzer“

In einer Woche ist sie schon wieder vorbei: Die Landtagswahl in Kärnten. Große Veränderungen werden nicht erwartet: „Peter Kaiser (SPÖ) wird die Nummer eins bleiben. Die viel interessantere Frage ist, was danach im Bund passiert“, sagt Erich Vogl, Innenpolitik-Redakteur bei der „Krone“ gegenüber Moderatorin Conny Winiwarter. Nach dem Wahltag gehen die internen Machtkämpfe um die SPÖ-Spitze in eine neue Runde. Was Parteichefin Pamela Rendi-Wagner falsch macht? „Sie kommt nicht rüber.“

Würde man an einer Würstelbude Alt-Bürgermeister Häupl treffen, wäre es wohl realistisch, bei „einem Spritzer und einem Würstel Schmäh zu führen.“ Mit Pamela Rendi-Wagner „kommt einem das nicht in den Sinn.“ Viele kritisieren, dass Rendi-Wagner nicht authentisch genug ist und ihr die Volksnähe fehlt, weiß Vogl aus Insider-Kreisen.

Bei Verlusten: „Machtwechsel weiter befeuern“
Doch nicht nur Pamela Rendi-Wagner fehle es aktuell an Qualitäten. Vogl: „Auch in der zweiten Reihe gibt es keine durchschlagskräftigen Leute“ - gemeint sind etwa Jörg Leichtfried oder Christian Deutsch. Fakt ist: „Verliert die SPÖ bei der Kärnten-Wahl, wird das die Debatte um einen Machtwechsel weiter befeuern.“

Doskozil oder Babler?
Einer, der schon länger auf den Sessel von Rendi-Wagner schielt, ist Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Er polarisiert, hat sowohl Gegner als auch Befürworter. Im Unterschied zu Rendi-Wagner kann er aber „auch in ländlichen Gebieten punkten.“ Andreas Babler ließ zwar „höflich durchklingen, dass er mit der Spitze nicht zufrieden ist.“ Vogl glaubt aber nicht, dass er eine Rolle spielen wird „in der roten Loge.“

Dreier-Koalition ohne Kaiser? „Dann wird’s ungemütlich“
Die Kärnten-Wahl wird an Landeshauptmann Peter Kaiser also relativ spurlos vorübergehen. Ausnahmefall: Wenn sich eine Dreier-Koalition ohne die SPÖ ausgeht. „Dann wird’s ungemütlich“, bringt es der Innenpolitik-Kenner auf den Punkt. Die FPÖ wird Platz 2 für sich entscheiden können, „Team Kärnten werden womöglich vor der ÖVP zu liegen kommen.“ Für Grüne und Neos wird’s knapp: „Da fehlt in Kärnten die urbane Umgebung.“ Denn dort würden die meisten ihrer Wähler zu Hause sein.

Das ganze Interview mit Erich Vogl sehen Sie im Video oben. KroneLIVE sehen Sie montags bis freitags ab 9 Uhr.

Was erwarten Sie von der Kärnten-Wahl? Soll Pamela Rendi-Wagner ihren Platz räumen? Kommentieren Sie mit!

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