06.02.2023 18:00

Leiterin im Interview

Anonymität gewahrt: 30 Frauenhäuser in Österreich

Österreich liegt bei Frauenmorden im europäischen Vergleich im oberen Drittel. Im Jahr 2022 wurden 28 Frauen ermordet. Die Gewalt an Frauen nimmt immer mehr zu. Die Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser Andrea Brem spricht mit Moderatorin Tanja Pfaffeneder über die Entwicklungen der letzten Jahre.

Femizide steigen nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Wieder waren die Täter vor allem (Ex-)Partner, Bekannte und Familienmitglieder. Oft finden Gewalt, Demütigung oder Belästigung im Verborgenen statt, vielmals im Rahmen von häuslicher Gewalt. Die Erniedrigungen passieren in der Familie, in den eigenen vier Wänden.

„Gewalttätige Männer schauen, dass Frauen keinen Kontakt mehr zu den Freundinnen, Arbeitskollegen oder zur Familie haben, dadurch werden sie noch besser kontrollierbar“, erklärt Andrea Brem, die Leiterin der Wiener Frauenhäuser. Durch die Gewalterfahrung werden die Psyche, der Körper und die Wahrnehmungen so verletzt und verändert, dass es für viele Frauen unangenehm ist, sich Hilfe zu holen.

Sicherheit in Österreichs Frauenhäusern
In Österreich gibt es 30 Frauenhäuser. Die erste Einrichtung wurde 1978 in Wien eröffnet. 50 Plätze bietet das neueste Frauenhaus in Wien. Die Anonymität der betroffenen Frau bleibt gewahrt. Frauen und ihre Kinder, die von Gewalt betroffen sind, können so lange im Frauenhaus bleiben, wie es für sie notwendig ist, und sie können auch mehrmals wiederkommen.

Das ganze Interview mit Andrea Brem sehen Sie im Video oben.

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