24.01.2023 19:31 |

Verdacht auf Untreue

Spanische Hofreitschule: Ermittlungen eingestellt

Am Dienstag hat die Staatsanwaltschaft Wien das Ermittlungsverfahren wegen Untreue-Vorwürfen gegen die frühere Spitze der Spanischen Hofreitschule eingestellt. In der Causa war es um das Pferd der Tochter des früheren Aufsichtsratschefs Johann Marihart gegangen. 

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„Es gebe keinen tatsächlichen Grund zur weiteren Verfolgung der drei Beschuldigten, daher sei die Verfahrenseinstellung erfolgt“, bestätigte Behördensprecherin Nina Bussek am Dienstagnachmittag der APA.

Hengst um für 12.000 Euro für Tochter
Neben Marihart hatten sich die Untreue-Ermittlungen gegen die Ex-Geschäftsführerin der Hofreitschule, Elisabeth Gürtler, sowie Co-Geschäftsführer Erwin Klissenbauer gerichtet. Die Spanische Hofreitschule hatte den Hengst „Maestoso Fantasca-67“ 2013 um 12.000 Euro an Mariharts Tochter verkauft, der in weiterer Folge auf Kosten der Hofreitschule von deren Bereitern ausgebildet wurde. Vermutet wurde, das Tier sei deutlich unter Wert verkauft worden, außerdem habe die Hofreitschule sämtliche Tierarztkosten bezahlt.

Marihart hielt dem entgegen, der Hengst sei ein Sponsorpferd, für dessen Haltung und Ausbildung die Spanische Hofreitschule von privater Hand die Kosten erstattet bekommen habe. Und er stellte fest: „Würde man mehr Menschen für solche Investments gewinnen, ließen sich die finanziellen Probleme der Hofreitschule deutlich lindern.“

Kam bei über 120 Vorstellungen zum Einsatz
Der 2008 geborene Zuchthengst war bereits in jungen Jahren - wie auch viele andere Zuchtpferde im Gestüt Piber - bei der Selektion der Junghengste ausgemustert worden, weil laut Hofreitschule zu erwarten war, dass dieser weder den Ansprüchen als zukünftiger Zuchthengst noch zur zukünftigen Verwendung in den Vorstellungen der Spanischen Hofreitschule entsprechen würde. Nach Abschluss der Ausbildung war der Hengst dann aber doch für den Einsatz in der Spanischen Hofreitschule geeignet, er kam bisher in über 120 Vorstellungen zum Einsatz.

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