Ich habe Züge von innen gesehen, als Gleichaltrige das Wort „Bahn“ noch nicht einmal buchstabieren konnten. Und eine Zugfahrt hat mir meist Spaß gemacht. Daher fahre ich täglich mit der S-Bahn aus dem Oberinntal nach Innsbruck in die Redaktion. Wer die Bahn von innen kennt, wohnt auch immer wieder Unterhaltungen von Eisenbahnern bei. Sehr redselig sind sie im Speisewagen, beim Bier auf der Heimfahrt. Da könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass es sich um eine höchst bedauernswerte Berufsgruppe handelt. Jammern über ihre Arbeitsbedingungen dominieren gerne deren Gespräche.
Stichwort Jammern: Einmal fuhr ich in einem deutlich verspäteten Railjet zur Arbeit. Der Zugbegleiter hatte seine Einteilung zum Dienst übersehen, der Zug wartete - auf ihn! Im Waggon begann er dann über Vorgesetzte zu schimpfen, die Auswirkungen der Verspätung auf die Fahrgäste waren ihm egal. Auch vor dem Hintergrund solcher Erlebnisse ist mein Verständnis für den heutigen Streik enden wollend!
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