24.11.2022 13:53 |

Rückschritt!

Land Steiermark: Weniger Frauen in Top-Positionen

Nur 23 Prozent der Top-Verdiener beim Land Steiermark sind Frauen. Teilweise verdienen sie bis zu zwanzig Prozent weniger. Das geht aus dem neuen Personalbericht hervor.

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Das Land Steiermark hat seinen Personalbericht vorgelegt. 52 Prozent der Beschäftigten im Amt, den Bezirkshauptmannschaften und der Agrarbezirksbehörde sind Frauen. Schaut man jedoch auf die Top-100-Verdiener, finden sich dort nur 23 Frauen - das sind vier weniger als im Jahr davor. Und das, obwohl sich unter den 3500 weiblichen Bediensteten mehr Akademikerinnen finden als unter ihren Kollegen (25 versus 22 Prozent).

Im Bereich der allgemeinen Verwaltung zeigt die Analyse, dass Frauen um 20 Prozent weniger verdienen als Männer. Bei Leitungspositionen sind es 5,8 Prozent weniger, bei Technik/Handwerk 8,2, im Bereich der Fachdienste liegt das Medianeinkommen der Frauen um 1,5 Prozent über jenem der Männer.

Teilzeit und Karenz bleiben Frauensache
40 Prozent der Frauen arbeiten in Teilzeit, bei den Männern sind es nur acht Prozent. Sie leisteten auch um 29 Prozent mehr Überstunden. Außerdem sind nur 3,9 Prozent der Bediensteten in Elternkarenz Männer. Ihre Karenz dauert im Schnitt 93 Arbeitstage, bei den Frauen sind es 268.

Für die steirischen Neos ein Grund für Kritik: „Der Bericht zeigt klar, dass der Landesdienst immer noch in veralteten Geschlechterrollen feststeckt und Maßnahmen dagegen bereits gestern und nicht erst morgen erforderlich gewesen wären“, sagt Landtagsabgeordneter Robert Reif.

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