Ein 25-jähriger Kärntner wurde nach einer Drogenparty gerade noch gerettet, hat jetzt aber mit massiven gesundheitlichen Folgen zu kämpfen. Seinen Freunden wurde am Montag der Prozess gemacht.
Zu solchen Prozessen sollten Lehrer Schüler hinschleppen, um ihnen zu zeigen, was Drogenkonsum bei jungen Menschen anrichtet. Was Cannabis & Co aus ihnen macht. „Ich habe ein Loch im Hirn“, gibt eine 24-jährige Klagenfurterin auch selbst zu. Dabei hat sie einen Lehrabschluss, ist adrett und kann sich sogar artikulieren – sofern sie bei der Sache bleibt. Streckenweise wirkt sie wie ein Zombie aus dem Drogenersatzprogramm.
Silvesterparty lief aus dem Ruder
Vor Richter Oliver Kriz ist sie gelandet, weil ihre letzte Silvesterfeier aus dem Ruder gelaufen war. 36 Stunden lag ein Partygast auf ihrer Couch mehr oder weniger im Koma, nachdem er sich einen Mix aus Methadon und Jägermeister eingeworfen hatte. Fahrlässige Körperverletzung und Im-Stich-Lassen wird ihr vorgeworfen. „Er hat geschlafen und geschnarcht wie ein Bär“, behauptet die arbeitslose Blondine. „Deswegen habe ich mir nichts gedacht, als er nicht aufgewacht ist.“
Viel zu spät die Rettung gerufen
Erst am 2. Jänner hat sie nach neuerlich durchgemachter Nacht dann doch bei der Rettung angerufen, weil der 25-Jährige weiter keinen Mucks mehr von sich gab und im Erbrochenen lag. „Doch die haben mich nicht ernst genommen“, behauptet sie. Erst als die Polizei letztlich angerückt sei, lief die Rettungskette an. Laut dem Sachverständigen Wolfgang Tributsch war der Partygast schon die längste Zeit bewusstlos und erlitt schwere Schäden, weil ihm niemand half. „Ich war gelähmt“, erzählt das Opfer. „Musste neu gehen lernen. Ein Glas kann ich immer noch nicht halten.“
Ob das traumatische Erlebnis am Suchtverhalten etwas geändert hat? Ein Blick auf das Umfeld und die Verfassung einiger Beteiligter lässt zweifeln. „Ich trinke nichts mehr“, beteuert zumindest die Angeklagte. Ihr Freund sei sogar auf Entzug – statt neben ihr vor Gericht. Vertagt.








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