Tapferer junger Mann

Christian hofft seit 14 Monaten auf neues Herz

Oberösterreich
13.11.2022 11:00

Ein 13-jähriger Oberösterreicher hat ein Herz, das nicht mehr funktionstüchtig ist. Aber ein für ihn passendes Spenderorgan konnte bisher nicht gefunden werden. Doch die „Krone“-Leser können dem tapferen jungen Mann helfen.

Es ist schier unglaublich, was der 13-jährige Christian aus dem Bezirk Schärding in seinem jungen Leben schon alles ertragen musste - und welche Herausforderungen offenbar immer noch auf ihn warten. „Er hätte sich eine Tapferkeitsmedaille verdient“, betont Mama Jutta (52) zurecht.

Bereits als Kleinkind war Christian mehrfach am Herz operiert worden (Bild: ZVG)
Bereits als Kleinkind war Christian mehrfach am Herz operiert worden

Schwieriger Start ins Leben
Ihr Sohn war mit einem komplexen Herzfehler zur Welt gekommen (Hypoplastisches Linksherzsyndrom). Um überhaupt weiterleben zu können, musste er drei Marathon-Operationen (zwischen acht und zwölf Stunden) über sich ergehen lassen. Im Alter von zehn Jahren dann der nächste Schock: Bei Christian wurde ein Aneurysma (abnorme Gefäßerweiterung) entdeckt - wieder war ein gefährlicher Eingriff notwendig. Doch diesmal traten schwere Komplikationen auf. Christian erlitt ein Herz-Kreislauf-Versagen, sein Herzmuskel ist seither dauerhaft geschädigt.

Blutvergiftung und Nierenversagen
Als Folge einer Blutvergiftung versagten bei dem Buben schließlich auch noch die Nieren, er musste eine Dialyse über sich ergehen lassen. Sein angegriffenes Herz wurde von einem Keim weiter geschwächt - und wieder schwebte der Bub in akuter Lebensgefahr. Für die behandelnden Ärzte im KUK Linz stand im September 2021 fest: eine Transplantation ist unausweichlich. „Allerdings war sein körperlicher Zustand derart prekär, dass er den Eingriff nicht überlebt hätte“, sagt Jutta.

Mit Schläuchen ist der Körper des 13-Jährigen an das Kunstherz verbunden (Bild: ZVG)
Mit Schläuchen ist der Körper des 13-Jährigen an das Kunstherz verbunden

Kunstherz half
Der Sohn wurde in die MedUni Wien überstellt, wo er als Überbrückung am 22. Oktober 2021 in einer elfstündigen OP an ein künstliches Herz (Berlin Heart) angeschlossen wurde. „Aus seinem Körper hängen Schläuche, die mit dem Gerät verbunden sind“, so die Mutter.

Langes Warten
Dank dieses 15 Kilogramm schweren Kunstherzens konnte sich Christians Körper inzwischen so weit erholen, dass eine Transplantation nun möglich wäre. Allerdings: Bisher ist es nicht gelungen, ein passendes Organ zu finden. „Die Kriterien dafür sind äußerst streng. Die Ärzte wollen auf Nummer sicher gehen, dass das neue Herz für ihn passt“, sagt Jutta, die mit Ehemann Christian seit mehr als 17 Monaten beim Sohn in den Spitälern in Linz und Wien ausharrt.

Seit 17 Monaten konnte Christian das Krankenhaus nicht mehr verlassen (Bild: ZVG)
Seit 17 Monaten konnte Christian das Krankenhaus nicht mehr verlassen

Eltern bleiben positiv
Seit nunmehr 14 Monaten hoffen alle auf eine Transplantation. „So lange musste noch kein Kind warten. Wir versuchen Stunde um Stunde und Tag für Tag, Christian neu zu motivieren, dass er durchhält. Auch nachts ist ständig einer von uns bei ihm.“ Dadurch, dass der 13-Jährige mit seinem Kunstherz das Wiener Krankenhaus nicht verlassen darf, wird die Zeit des Wartens für die Familie zur Tortur. „Es ist sehr fordernd, unser Sohn ist oft völlig am Boden zerstört und weint viel.“

Neue Probleme
Inzwischen traten auch immer wieder Probleme auf. So musste etwa ein Ventrikel getauscht werden, ein Thrombus (Blutgerinnsel) wurde entdeckt, und die Aortenklappe ist etwas undicht. „Es besteht auch ständig die Gefahr, dass über die Kanülen ein Keim eindringt oder ihn ein Infekt befällt.“ 

Finanzielle Herausforderung
Doch die Familie versucht das auszublenden, denkt nur von Tag zu Tag und schöpft Kraft aus positiven Erlebnissen: „Mit den Ärzten und Pflegern versteht Christian sich blendend, er kennt von jedem den Geburtstag. Alle mögen ihn, weil er immer freundlich und dankbar ist.“ Durch den bereits eineinhalb Jahre dauernden Spitalsaufenthalt (Linz und Wien) können die Eltern ihren Berufen nicht mehr nachgehen. Die finanziellen Verhältnisse der Familie sind dadurch äußerst angespannt. Bitte helfen Sie!

Spendenkonto
Wenn Sie Christian und seiner Familie helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Kennwort „Herzkind“ an unser „Krone“-Sonderkonto bei der Hypo Oberösterreich: 
IBAN: AT76 5400 0000 0040 0002; 
BIC: OBLAAT2L 

Die einlangenden Spenden werden wahlweise auch namentlich in unserer Printausgabe veröffentlicht. Sollten Sie allerdings anonym bleiben wollen, ersuchen wir Sie, das im Feld „Verwendungszweck“ bitte extra anzuführen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.

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