„Krone“-Spendenaktion

Christian (12) hofft auf eine Herz-Transplantation

Der 12-jährige Christian aus dem Innviertel liegt seit Juli auf der Intensivstation. Der in Lebensgefahr schwebende Schüler bekam vorübergehend ein Kunstherz und wartet nun auf der Intensivstation auf ein Spender-Organ. Seine Eltern bangen und hoffen mit ihm.

Christians Start ins Leben wurde von einem schweren Handicap überschattet. Der Neugeborene war mit einem komplexen Herzfehler (Hypoplastisches Linksherzsyndrom) zur Welt gekommen. Die linke Herzseite und seine Hauptschlagader waren unterentwickelt, wodurch das Herz nicht in der Lage war, genügend Blut durch den Körper zu pumpen. Unerkannt wäre das auch Christians Todesurteil gewesen. Drei Marathon-Operationen (jeweils zwischen 8 und 12 Stunden Dauer) am offenen Herzen waren nötig, damit seine rechte Herzhälfte fortan die gesamte Arbeit übernehmen konnte.

Aneurysma
Ab dem 4. Lebensjahr genoss der Bub aus dem Bezirk Schärding mit Ausnahme der täglichen Medikamenten-Einnahme eine fast normale Kindheit. Er durfte Radfahren, Schwimmen, Turnen und konnte sowohl den Kindergarten als auch die Schule besuchen. Im September 2019 ereilte Christians Familie dann eine schreckliche Diagnose: An der Hauptschlagader des damals Zehnjährigen war ein Aneurysma (abnorme Gefäßerweiterung, die unbehandelt zu einem Aorta-Riss führen kann) festgestellt worden. Am l7. März 2020 hätte der gefährdete Bub in Linz operiert werden sollen, doch wegen des Lockdowns und der Corona-Problematik musste er noch bis 6. Juli 2021 warten.

Herz-Kreislauf-Versagen
Der Eingriff im Kepler Universitätsklinikum (KUK) verlief zunächst nach Plan, doch eine Stunde später trat beim Elfjährigen plötzlich ein Herz-Kreislauf-Versagen ein. „Der Christian wurde sofort an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen, doch sein Herzmuskel war bereits geschädigt“, sagt Jutta (51), seine Mama.

Serie an Komplikationen
Am Tag darauf bereits die nächste Hiobsbotschaft. Christian bekam eine Blutvergiftung und seine Nieren versagten. „Er musste einer Dialyse unterzogen werden“, so die Mutter. Doch damit nicht genug: In den folgenden Wochen sammelte sich im Körper des Buben mehr und mehr Wasser an, sein Zustand wurde immer lebensbedrohlicher, das Herz immer schwächer. Ein Keim verkomplizierte die Situation noch zusätzlich.

Transplantation ist unausweichlich
Die Ärzte wandten sich an die Eltern und sprachen Klartext. „Sie sagten, entweder müssen die Medikamente reduziert werden, dann werde er aber über kurz oder lang auf der Intensivstation sterben. Oder ihm wird ein neues Herz transplantiert“, erklärt Jutta. Allerdings: eine Transplantation sei erst dann möglich, wenn sich der körperliche Zustand des Sohnes deutrlich verbessert. „Als Überbrückung wurde ein Kunstherz empfohlen.“

15 Kilogramm schweres Kunstherz
Am 19. Oktober wurde Christian auf die Intensivstation der MedUni Wien überstellt, wo drei Tage später der elfstündige Eingriff stattfand. „Aus seinem Körper hängen jetzt Schläuche, die mit dem 15 Kilo schweren Kunstherz verbunden sind. Er hat alles tapfer mitgemacht, wir sind so stolz auf ihn“, sagen die Eltern.

Kritischer Zustand
Seit Juli bangen und wachen sie ständig beim Sohn, sind nun ausschließlich für ihn da. Christians Zustand ist nach wie vor leider schlecht, doch die Ärzte sind optimistisch, dass er sich in den kommenden Monaten so weit erholt, dass ihm in etwa einem Jahr ein neues Herz transplantiert werden kann. Jutta: „Wir versuchen fortwährend ihm Kraft, Mut und Zuversicht zuzusprechen, damit er bis dahin bloß durchhält!“

Bitte helfen auch Sie!
Liebe Leser, wenn Sie in dem Fall helfen möchten, spenden Sie bitte unter dem Kennwort „Christian“ an das „Krone“-Sonderkonto bei der Hypo Oberösterreich:

IBAN: AT28 5400 0000 0060 0007
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Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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Donnerstag, 09. Dezember 2021
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