Es gibt Entscheidungen in der Politik, die schnell Erfolge zeigen. Aber auch solche, deren Wirkung erst über Jahrzehnte sichtbar wird und die deshalb dramatisch unterschätzt werden. Daher ist das heutige Thema nicht Schuld einer Partei, sondern ein historisch gewachsenes Problem, das dennoch angepackt gehört.
Worum geht es? Um die ÖBB-Pensionen. Während derzeit bei den Bahnen um eine kräftige Gehaltsanpassung verhandelt wird, vergisst man schnell, dass bei den ÖBB die Pensionen mehr kosten als die Aktivbezüge. In konkreten Zahlen: Die knapp 60.000 Beamtenpensionen bei der Bundesbahn kosten zwei Milliarden Euro im Jahr. Sie haben schon richtig gelesen: jährlich zwei Milliarden Euro.
Und wer bei den ÖBB in Pension geht, hat es auch nicht schlecht: Die Durchschnittspension beträgt rund 3300 Euro brutto, das ist deutlich mehr als ASVG-Pensionisten bekommen, bei denen liegt der Schnitt bei gut 1600 Euro.
Aber die ÖBB haben nicht nur 50 Prozent mehr Pensionisten als aktive Mitarbeiter zu versorgen, man geht dort schon mit 61,2 Jahren in den Ruhestand. Und, bitte anhalten, 23 Prozent davon „krankheitsbedingt“. Da müsste sich doch jeder Firmenchef fragen: Was ist da bei uns los, wenn so viele krankheitshalber vorzeitig ausscheiden?
Gleichzeitig suchen die ÖBB verzweifelt Tausende neue Mitarbeiter, um jene Posten zu besetzen, die durch Pensionierungen frei wurden.
Der Rechnungshof hat Vorschläge gemacht, was zu tun wäre. Das Signal steht auf „Grün“!










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